Archiv für ‘Meinungen’

26. Mai 2012

Emnid-Institut – Umfrage ergibt: Wer schlau ist, badet nackt – Kolumne – Aus aller Welt – Hamburger Abendblatt

Na bitte! Umfrage enthüllt den Zusammenhang von Bildung und Bademode: Schlauere Deutsche sind am Strand an knapperer Badekleidung zu erkennen.

viaEmnid-Institut – Umfrage ergibt: Wer schlau ist, badet nackt – Kolumne – Aus aller Welt – Hamburger Abendblatt.

5. Mai 2012

Umfrage des Monats | Mai 2012

Die abgeschlossenen Umfragen finden Sie hier: http://dernudist.wordpress.com/umfrage-archiv

 

 

 

 

 

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22. April 2012

Filmkritik Barfuß bis zum Hals | von Ulrich

Nachfolgende Filmkritik wurde von einem Leser von “Der Nudist” eingesandt:

Filmkritik Barfuß bis zum Hals:
ich habe mir gestern den Film auf DVD angesehen un d war sehr enttäuscht.
Vorneweg: ich habe seit über 20 Jahren keinen Fernseher und habe daher wahrschheinlich ein ganz anderes Empfinden auf TV im Allgemeinen.

Helmut (der Leiter des FKK-Platzes) wird dargestellt als: erfolglos (arbeitslos), intolerant (sein Sohn Jakob muss sich ausziehen oder das Fest verlassen), ohne Lebensfreude, engstirnig. Dieser Typ würde genauso gut in eine geschlossene Anstalt passen. Offensichtlich lebt er in seiner Traumwelt (=FKK-Gelände) und ist nicht imstande seine Nacktheit in ein freudvolles, abwechslungsreiches Leben in der Gesellschaft zu integrieren. Hat er außer Sex irgendein anderes Gesprächsthema??? Er wirkt zwanghaft nackt, wenn er seine Frau in einem für ihre Beziehung bedeutungsvollen Kleid nur anschnauzt, dass sie angezogen ist.
Zwei Männer des Vereins sind ganz nahe an (für mich über) der Grenze zur Gewaltanwendung (bzw Erpressung) gegenüber den beiden Töchtern. Es gibt keine Szene in der eine liebevolle, zärtliche Sexualität unter nackten gezeigt wird. Nur der “verklemmte”, nacktverweigernde Sohn ist reif genug seiner Geliebten Zeit, Zärtlichkeit, Sicherheit zu geben. Er ist der Einzige, der wahre Maskulinität erahnen lässt. jakob ist der “held” des Films. Die Schulszenen sind drehbuchmäßige Effekthascherei (wenn er in diesem FKK-Dorf aufgewachsen ist, werden seine Mitschüler nicht erst jetzt entdecken, dass er dort wohnt!!!). Er bekennt sich zwar vordergründig zu seinen nackten Eltern (am Swimmingpool), wird jedoch danach nie mehr als Nudist gezeigt.

DAs Bild, das von nudistischen Männern hier gezeichent wird, ist aus meiner Sicht: erfolglos, abgefuckt, intolerant, Lügner, sexgeil, egoistisch, bereit zur Gewaltanwendung. Der prüde, textile Sohn jedoch verhält sich höchst ehrenhaft und hat schlussendlich Erfolg. Der Film lässt offen ob Jakob und Nathalie (war das ihr Name? sie hat am Beginn ja sogar den FKK-Reiseführer in der Hand) Nacktheit in ihr Leben integrieren oder nicht.
Der prüde Dieter (der als Textilproduzent das Grundstück gekauft hat) jedoch toleriert sogar die (Not-) Lügen und erweitert sein Weltbild. Immerhin wird aus dem Textil-bade-Verbot ein Erlaubt – ein Entwicklungsschritt hin zu mehr Toleranz für Anders-Denkende.

Ist das wirklich das Bild das ihr als Nudisten von euch habt? Meines ist es nicht. Diese Bilder haben sich in oberflächlicher Komödie verpackt nun in die Hirne vieler, vieler Leute gebrannt, die vielleicht einen offeneren Zugang zu Nacktheit finden hätten können.

Schade.

Ulrich

21. April 2012

Wohin führt die Nackterziehung? Artikel von Wilhelm Reich 1928 (Wien)

ZEITSCHRIFT FÜR PSYCHOANALYTISCHE PÄDAGOGIK
III. Jahrg., H. 2/3 „Nacktheit/Erziehung” Nov.-Dez. 1928

Wohin führt die Nackterziehung?
Von Wilhelm Reich (Wien)

Die Krisenhaftigkeit der heutigen Erziehung im allgemeinen und der Sexualerziehung im besonderen hat auch die Frage in den Vordergrund gerückt, ob man die Kinder an den Anblick des nackten menschlichen Körpers, genau gesprochen, der menschlichen Genitalien, gewöhnen soll oder nicht. Zwar ist man sich darüber einig — zumindest in Kreisen, die nicht allzu unmittelbar unter dem Einfluß der Kirche stehen — daß das sexuelle Heimlichtun unendlich mehr schadet als nützt; zwar besteht auch der redliche und energische Wille, die trostlosen Zustände in der Erziehung zu beheben, aber es existieren zweifellos auch schwere Widersprüche und Hemmnisse innerhalb der Gruppe der Erziehungsreformer, an denen, wie mir scheint, zweierlei Gründe deutlich zu unterscheiden sind: solche sub-jektiver (individueller) und solche gesellschaftlicher Natur. Der Aufforderung, als psychoanalytischer Arzt einen Beitrag zum Problem der Nackterziehung zu liefern, glaube ich am besten zu entsprechen, wenn ich mich auf die Diskussion einiger grundsätzlicher Schwierigkeiten beschränke, die sich schon mit der Aufstellung des Zieles „Nackterziehung” ergeben.

Zunächst die individuellen Schwierigkeiten. Die Freudsche Trieblehre, die durch Erforschung der kindlichen Sexualität sich ergeben hat, behauptet, daß der Sexualtrieb in der Kindheit in eine Reihe von sogenannten Partialtrieben zerfällt, die zwar miteinander verbunden sind und in ihrer Stärke von den Schicksalen der einzelnen Triebe abhängen, aber dennoch jeder für sich nach Befriedigung streben. Unter diesen Partialtrieben kennt man besonders gut auch den Schautrieb und die Zeigelust, deren Triebziel das Betrachten, bzw. das Zeigen erotisch betonter Körperteile, insbesondere der Geschlechtsorgane, ist. Dieser Trieb pflegt unter den Erziehungsbedingungen, wie sie heute fast durchwegs gegeben sind, sehr bald der Unterdrückung zum Opfer zu fallen. Das Kind macht rasch die Erfahrung, daß es weder seine Geschlechtsorgane zur Schau stellen noch die von anderen Personen betrachten darf, und entwickelt daraus zweierlei Empfindungen: Erstens die, etwas streng Verpöntes zu tun, wenn es seinem Verlangen dennoch nachgibt, wobei es Schuldgefühle produziert; zweitens bekommt mit den verhüllten und tabuisierten Genitalien alles Sexuelle einen mystischen Charakter, und dementsprechend verwandelt sich die ursprünglich natürliche Schaulust in lüsterne Neugierde. Um sich dem Konflikt zwischen Schaulust und Schauverbot zu entziehen, muß das Kind den Antrieb verdrängen. Je nach dem Umfang und dem Grad der Verdrängung wird entweder die Scheu und Schamhaftigkeit oder die Lüsternheit stärker entwickelt. Gewöhnlich bestehen beide nebeneinander, wodurch an die Stelle des alten ein neuer Konflikt tritt. Für die weitere Entwicklung gibt es zwei extreme Möglichkeiten: Entweder das Entstehen einer Schädigung des Liebeslebens und neurotischer Symptome durch Beibehalten der Verdrängung der Zeigelust oder aber Entstehen einer Perversion, des Exhibitionismus. Welcher von den beiden möglichen Ausgängen sich ergibt, läßt sich nie mit Sicherheit voraussagen. Die Entwicklung einer weder das soziale Sein noch das subjektive Befinden störenden Sexualstruktur aus der sexualverneinenden Erziehung ist fast nur Sache des Zufalls und des Zusammenspiels vieler anderer Faktoren, wie Schicksale der Pubertät, Lösung von der elterlichen und teilweisen Überwindung der gesellschaftlichen Autorität, vor allem aber die Findung eines Weges zu einem gesunden Geschlechtsleben.

Wir sehen also: Die Unterdrückung der Schau- und Zeigelust führt zu Resultaten, die kein Erzieher für wünschenswert halten kann.

Die bisherige Sexualerziehung geht durchwegs von negativen Wertungen der Sexualität und von ethischen, nicht hygienischen Argumenten aus. Ihr Ergebnis sind Neurosen und Perversionen. Die Nackterziehung verneinen, heißt implizite der üblichen Sexualerziehung beistimmen, denn jene ist von dieser nicht getrennt zu behandeln. Die Nackterziehung hingegen bejahen und im übrigen die Sexualerziehung und die Erziehungsziele unangetastet lassen, hieße einen Widerspruch setzen, der von vornherein jeden praktischen Versuch entweder illusorisch machen oder aber den Zögling in noch schwierigere Situationen bringen würde. Ein Kompromiß aber auf dem Gebiete der Sexualerziehung ist aus der dem Sexualtrieb immanenten Gesetzmäßigkeit kaum möglich. Daß man, ehe man die Frage der Nackterziehung überhaupt stellt, sich zunächst eindeutig für Sexualbejahung oder Sexualverneinung, gegen die herrschende Sexualmoral oder für sie entscheidet, daß man zumindest erkennt, daß ohne eine derartige Klarheit über die eigene Stellung zur Sexualfrage jede Diskussion fruchtlos wird, ist die Voraussetzung für eine Verständigung in diesen Dingen. Wohin aber eine solche Klärung der Voraussetzungen führt, soll hier gezeigt werden.

Wir nehmen also an, daß wir die sexualverneinende Erziehung wegen der gesundheitlichen Gefahren ablehnen, uns also für das Gegenteil, die sexualbejahende Erziehung, entscheiden. Man wird dann vielleicht sagen, das sei gar nicht so gefährlich, man erkenne den Wert der Sexualität an und müsse nur die Sublimierung der Sexualität fördern. Darum handelt es sich hier aber gar nicht. Nicht um die Sublimierung geht es, sondern um die ganz konkrete Frage, ob die Geschlechter ihre Scheu, die Genitalien und die übrigen erotisch betonten Körperstellen zu entblößen, verlieren sollen oder nicht; noch konkreter, ob Erzieher und Zöglinge, Eltern und Kinder, Badende und Spielende nackt oder in Schwimmgewändern vor einander erscheinen sollen, ob das Nacktsein zur Selbstverständlichkeit, werden soll. Wer die Selbstverständlichkeit des Nacktseins beim Baden, Spielen usw. bedingungslos anerkennt —  und eine bedingte Bejahung hat ihren Platz nur in den derzeit immer gehäufter auftretenden Vereinen für Nacktkultur — wer also nicht Inseln in der gesellschaftlichen Moral, sondern Allgemeinheit der Nackterziehung erstrebt, wird die Beziehung der Nacktheit zum übrigen Sexualleben prüfen und sich entscheiden müssen, ob auch die Konsequenzen solcher Bestrebungen — sehen wir zunächst von ihrer Durchführbarkeit ab — in der Richtung seiner Absichten liegen.

Die psychoanalytische Erfahrung lehrt, daß  Sexualunterdrückung krank, pervers oder lüstern macht. Erfahrungen über eine gegenteilige Erziehung liegen nicht vor. Aber versuchen wir, die Bedingungen und Folgen einer sexual bejahenden Erziehung zu erraten. Zeigt man dem Kinde gegenüber keine Scham hinsichtlich der Genitalien, so wird es zwar keine Schüchternheit und Lüsternheit produzieren, es wird aber sicher, nachdem seine sexuelle Neugierde befriedigt und daher herabgesetzt wurde, auch seine sexuelle Wißbegierde befriedigt haben wollen. Man wird ihm das schwer abschlagen können, denn sonst würde ein weit schwererer Konflikt gesetzt, und das Kind hätte weit mehr Mühe, zu verdrängen. Überdies bestünde die Gefahr der Perversion in höherem Maße. Man dürfte dann natürlich auch nichts gegen die Onanie einzuwenden haben — die man ja längst in der Analyse als harmlos erkannt hat — und dem Kinde könnte dann auch der Vorgang der Zeugung nicht unerklärt bleiben. Um die Forderung des Kindes, diesen Vorgang auch zu sehen, könnte man sich herumdrücken, wenn die Beziehungen so sind, daß man das Kind leiten kann. Das würde aber zweifellos bereits eine Einschränkung der Sexualbejahung bedeuten, denn was könnte man einem zynischen Sexualethiker erwidern, der nun fragte, warum denn das Kind den Geschlechtsverkehr nicht sehen sollte. Belauscht habe ihn ja fast jedes Kind, auch der bestsituierten Familie, wie die analytische Erfahrung behauptet, also warum nicht auch sehen dürfen? Und in besondere Verlegenheit könnte uns unser Sexualethiker versetzen, wenn ihm die Frage einfiele, was denn gegen das Mitansehen des Aktes vom Standpunkt des Kindes, das diesen Vorgang oft auf der Straße zwischen Hunden sich abspielen sehen kann, einzuwenden wäre, wenn man es folgerichtig auch darüber aufgeklärt hat. Wir müßten dann, hätten wir den Mut, ehrlich zu sein, bekennen, daß wir ein Argument dagegen nicht anzuführen wissen, es sei denn ein ethisches — was ja wieder die Position unseres Gegners der Nackterziehung stärken würde, oder wir brächten den Heroismus auf, zuzugeben, daß wir ja gar nicht im Interesse des Kindes, sondern in dem unseres Strebens nach ungestörter Lust handeln, wenn wir es nicht zusehen lassen wollen. So in die Enge getrieben, bliebe uns nur die Alternative, entweder uns wieder zur Sexualethik — die ja notwendigerweise immer sexualverneinend sein muß, weil eine sexualbejahende Ethik nicht prinzipiell aber de facto eine contradictio in adjecto ist — zu bekehren, oder aber an die heikelste aller Fragen, die nach der Stellung zum Geschlechtsverkehr, heranzutreten. Wenn wir uns aber dazu entschließen, müßten wir uns dessen vergewissern, daß die Staatsanwaltschaft nichts davon erfährt, die dann unweigerlich den Sittlichkeitsparagraphen in Anwendung brächte.

Wer nun behaupten will, daß wir übertreiben, den bitten wir, ein Stück weit noch mit uns zu gehen, um sich zu überzeugen, daß die Nackterziehung — sachlich und sinnvoll durchgeführt — vorläufig Erzieher und Zögling in den Kerker führt.

Nehmen wir, eine Konzession machend, an, wir hätten das Kind in unserem geschlechtlichen Interesse davon abgebracht, den Geschlechtsakt mitansehen zu wollen, so würden wir uns in unlösbare Widersprüche verwickeln und alles, was wir begonnen und mühselig erarbeitet haben, sofort über Bord werfen, wenn wir auf die unausweichliche Frage des Kindes, wann es dasselbe werde machen können, nicht eine strikte und der Wahrheit entsprechende Antwort gäben. Es hat ja erfahren, daß die Kinder im Leibe der Mutter wachsen, hat auch sehr gut verstanden, daß zu diesem Zwecke der Vater sein Lulu oder Wipfi in das Locherl der Mutter gesteckt hat. Und wenn die Eltern mutig waren, haben sie ihm auch mitgeteilt, daß das „gut ist”, so wie wenn es mit seinem Lulu spielt. (Man vergesse nicht, daß wir sinnvoll, das heißt konsequent, und nicht sinnlos handeln wollen, wenn wir aufklären!) Wenn es das aber weiß, dann werden wir es vielleicht nur für kurze Zeit aufs „Großsein” vertrösten können; kommt es in die Pubertät, treten geschlechtliche Erregungen, Erektionen, Samenergüsse, bzw. Menstruation auf, so wird es sicher den Wechsel einfordern, den man ihm in der Kindheit ausgestellt hat. Wollten wir dann hinauszuschieben trachten, so träte unser Sexualethiker, der uns unbedingt ad absurdum führen will und dem das sehr gut gelingt, auf mit der folgerichtigen Frage, die nur ironisch klingen würde, was wir denn gegen den Geschlechtsakt in der Zeit der Sexualreife einzuwenden hätten. Er wird sich mit gutem Recht darauf berufen, daß im Industrieproletariat, soweit es nicht von kirchlicher und bürgerlicher Moral durchdrungen ist, und in der Bauernschaft der Beginn des Geschlechtslebens mit der vollen Sexualreife, also etwa im 15. oder 16. Lebensjahr, zu den Selbstverständlichkeiten gehört. Wir werden uns zweifellos bei dem Gedanken, daß unsere Söhne und Töchter mit 15 oder 16 Jahren, vielleicht sogar schon früher, auf dem Recht ihres natürlichen Sexualverlangens beharren könnten, peinlich berührt fühlen und werden nach einigem Zögern der Verlegenheit nach Argumenten für eine nicht sehr aussichtsreiche Position suchen. Es wird uns etwa das Argument der „kulturellen Sublimierung einfallen: Askese in der Pubertät sei notwendig für die geistige Entwicklung. Man werde halt die Jugend (die bisher in zwangloser Körperlichkeit aufgewachsen ist!) vernünftig zu beeinflussen trachten, ihnen die Enthaltsamkeit „eine Zeitlang” in ihrem eigenen Interesse empfehlen. Unser boshafter und gut orientierter Sexualethiker wird aber zwei Argumente ins Feld führen, denen wir nicht mehr gewachsen sein werden. Erstens, das mit der Askese stimme nicht, denn es gäbe Sexuologen und Analytiker, die ernstlich behaupten, daß fast 100 Prozent aller Puberilen onanieren, und er könne den prinzipiellen Unterschied zwischen Sexualakt und Onanie nicht sehen. Im Gegenteil, die Onanie erledige nicht nur die sexuelle Spannung unter gewöhnlichen Bedingungen genau so wie der Sexualakt, sie sei sogar mit unendlich mehr Konflikten verknüpft als dieser, also sicher noch störender. Zweitens, — wird er im Anschluß daran mit Recht einwenden, — wenn die Behauptung über die Ubiquität der Onanie richtig sei, so könne auch die These von der Notwendigkeit der Askese für die geistige Entwicklung nicht stimmen. Er habe auch einen Analytiker behaupten gehört, daß nicht die Onanie, sondern im Gegenteil ihr Ausbleiben in der Kindheit und Pubertät ein schwer pathologisches Zeichen sei, und daß man noch nicht habe feststellen können, daß die asketisch lebenden Puberilen auf die Dauer auch die geistig regsameren wären, ja das Gegenteil hievon, so behaupten einige, sei wahr. Uns könnte bei dieser Gelegenheit sogar einfallen, daß Freud einmal die allgemeine geistige Inferiorität der Frauen auf ihre größere sexuelle Denkhemmung zurückgeführt und ebenso behauptet hat, daß das sexuelle Leben vorbildlich sei auch für die soziale Leistung. Den blitzartigen Gedanken, daß Freud geirrt haben könnte, werden wir aufgeben, wenn wir auf unsere analytische Praxis zurückblicken, die keinen Zweifel darüber läßt, daß nicht die befriedigte, sondern die unbefriedigte Sexualität die geistige Leistung stört.

Und auf die paar schlechten Gedichte, die bei Askese gelegentlich entstehen, kommt es doch nicht an.

Nunmehr intellektuell überzeugt, werden wir uns auf die Motive unserer haltlosen Argumentation besinnen und dabei allerlei interessante und für uns nicht sehr angenehme Tendenzen finden, Tendenzen, die zu unserer Überraschung gar nicht recht zu unseren Nackterziehungsbestrebungen passen wollen. Unser Argument von der geistigen Entwicklung wird sich als Rationalisierung einer unbewußten Scheu entpuppen, der Sexualität ihren natürlichen Lauf zu lassen. Das werden wir unserem Ethiker wohlweislich verschweigen, ihm aber aufrichtig die Nichtigkeit unserer Argumente zugeben und ein ernsteres vorbringen. Was soll denn mit den Kindern geschehen, die diesen ersten Verbindungen entstammen werden? Es bestehe doch keinerlei wirtschaftliche Möglichkeit, sie aufzuziehen. Verwundert wird unser Gegner fragen, warum wir denn nicht alle Schulkinder in der Pubertät über den Präventivverkehr aufklären wollen. Eine Vision des Kuppeleiparagraphen wird uns wieder auf den Boden der Wirklichkeit, der gesellschaftlichen Realität, stellen. Dabei wird uns noch allerhand einfallen, wie daß wir zum Beispiel mit unseren Bestrebungen der Nackterziehung, sexuellen Aufklärung — nicht über die Befruchtung der Blumen, sondern der Menschen! — und anderen schönen Dingen mehr, einen Stein nach dem anderen aus dem ganzen Gebäude der bürgerlichen Moral zu ziehen im Begriffe sind, daß dann das Ideal der unberührt in die Ehe tretenden Jungfrau ebenso seinen Halt verliert wie das der Dauermonogamie und mit diesem das der Ehe überhaupt. Denn daß Menschen, die eine ernstzunehmende, kompromißlose, wissenschaftlich fundierte, das heißt wahre Sexualerziehung genossen haben, sich dem Zwang der heute herrschenden Sitte und Moral fügen, wird kein Vernünftiger behaupten wollen.

Triumphierend wird unser Ethiker, der uns dorthin gebracht hat, wo er uns haben wollte, fragen, ob wir denn glauben, daß  sich irgendeine der Forderungen, die sich aus dem ersten ernsten Ansatz, der aufrichtigen Sexualerziehung, automatisch ergeben und innerhalb weniger Jahre ergeben werden, in der bestehenden Gesellschaft wird durchsetzen lassen, ja ob wir selbst uns Rechenschaft darüber gegeben haben, ob wir das alles auch für wünschenswert halten. Er wird wieder mit vollem Recht hinzufügen, er habe uns nur beweisen wollen, daß man alles lassen müsse wie bisher, die sexualverneinende Erziehung, die Sexualverdrängung, die Neurosen, die Perversionen, die Prostitution und die Geschlechtskrankheiten, wenn man, wie er von uns erwarte, die hohen Güter der Ehe, der Keuschheit, der Familie und die bürgerliche Gesellschaft unangetastet lassen will. Mancher Nacktheitsfanatiker wird darauf die Flucht ergreifen, und — er wird ehrlicher und bewußter handeln, rascher seinen wahren Standpunkt begriffen haben, als derjenige, welcher, um das Gefühl seiner Fortschrittlichkeit nicht zu verlieren, sich auf die Behauptung versteifen wird, das alles sei ja übertrieben, die Nackterziehung könne gar nicht solche Wirkungen haben, sie sei gar nicht so bedeutungsvoll. Jetzt fragen aber wir: Wozu dann überhaupt die Anstrengung?

Das einzelne Elternpaar wird die Erziehung seiner Kinder nach seinem Geschmacke und seiner Überzeugung einrichten können. Die Eltern werden sich dabei bewußt sein müssen, daß sie bei konsequenter, wissenschaftlich gegründeter Sexualerziehung auf vieles werden verzichten müssen, was sonst Eltern an ihren Kindern hoch einzuschätzen pflegen, etwa Anhänglichkeit an die Familie lange über die Pubertät hinaus, ein nach den heutigen Begriffen „anständiges” Sexualleben der Kinder, Einflußnahme auf die lebenswichtigen Entscheidungen, nach bürgerlichen Begriffen gute Verheiratung der Töchter und anderes mehr. Die wenigen Eltern, die ihrer Überzeugung nach handeln und erziehen werden, verschwinden völlig in der Masse, haben vor allem keinen gesellschaftlichen Einfluß. Sie werden aber auch daran denken müssen, daß sie ihre Kinder schweren Konflikten mit der bestehenden Gesellschaftsordnung und -moral aussetzen, wenn auch vielleicht neurotische Konflikte dadurch erspart werden. Wer aber, mit dieser Gesellschaft unzufrieden, glaubt, durch Wirkung in großem Maßstabe, etwa in Schulen, am Bestehenden rütteln zu können, wird bald zu spüren bekommen, daß ihm entweder durch Entzug seiner Existenzbedingungen oder durch weit schärfere Maßnahmen (Psychiatrie oder Kerker) die Möglichkeit genommen werden kann, mit uns darüber zu diskutieren, ob seine Methode, die Gesellschaft zu ändern, auch die passende ist. Wir brauchen hier keine Beweise dafür anzuführen, daß die Gesellschaftsschicht, die am Bestehen der gegenwärtigen Ordnung materiell interessiert ist, wohl solche reformerische Bestrebungen duldet, ja fördert, die unwichtige Spielereien sind, daß sie aber sofort brutal wird und die ihr reichlich zu Gebote stehenden Mittel der Verhinderung anwendet, sobald es sich um ernste Absichten handelt, am Bestand ihrer materiellen und der dazugehörigen ideellen Werte zu rütteln.

Die Nacktheitserziehung und mit ihr die gesamte Sexualerziehung sind meiner Überzeugung nach ungemein ernste und weit folgenschwerere Probleme, als die meisten Sexualreformer wähnen. Und eben deshalb geht es auf diesem Gebiete gar nicht vorwärts, trotz aller Erkenntnisse und Mittel, die uns die Freudsche Sexualforschung und Kinderpsychologie zur Verfügung gestellt hat. Wir haben mit einem machtvollen gesellschaftlichen Apparat zu kämpfen, der vorläufig passive Resistenz leistet und bei der ersten ernsten Bestrebung unsererseits zur aktiven Resistenz übergehen wird. Und alles Zögern und Vorsichtigsein, alle Unentschiedenheit und Neigung zu Kompromissen in Fragen der Sexualerziehung läßt sich nicht nur auf die eigenen Sexualverdrängungen, sondern unbeschadet der Ehrlichkeit der pädagogischen Bemühungen auf die Scheu zurückführen, mit dem bürgerlichen Staatsapparat in ernsten Konflikt zu geraten.

15. April 2012

Wie Nacktheit in deiner Familie praktiziert werden kann | Artikel von wikihow.com | Übersetzung

Wie Nacktheit in deiner Familie praktiziert werden kann

Trotz der guten Absichten mancher Eltern, kann das Verbot von Nacktheit in der eigenen Wohnung negative Auswirkungen für Kinder haben. In unserer mediengesättigten, städtischen Welt haben diese Kinder einen starken Wunsch nach Inhalten mit Nacktheit als Thema (wovon die Meisten ungesund sind). Es ist einiges an Arbeit für die betroffenen Eltern, doch kann dieses Problem gelöst werden und die Kinder vor dieser Falle unseres modernen Lebens bewahrt werden. Glücklicherweise habt ihr als Eltern die einzigartige Möglichkeit ein gesundes Umfeld für Nacktheit in der Sicherheit des eigenen Zuhauses zu schaffen.

Haftungsausschluss: Der Zweck hier ist nicht, öffentliche Nacktheit zu fördern – im Gegenteil (siehe auch den Teil der Warnung weiter unten). Das eigentliche Ziel diese Anleitung ist, ein Leitfaden für Eltern zu sein, die ihren Kindern ein gesundes Verständnis der menschlichen Nacktheit vermitteln wollen. Dieses „Wie tun“ ist primär zur Anwendung von Eltern in ihren Wohnungen gedacht.

Schritte:

Ermutige zur innerfamiliären Nacktheit ohne dabei abnormal zu sein/wirken. Junge Kinder haben sich noch kein ausgeklügeltes Verständnis von Sittsamkeit angeeignet. Es ist ihnen wirklich egal, wer sie nackt sieht. Zu  diesem Zeitpunkt können Eltern das Gewissen ihrer Kinder formen, ohne sie für Nacktheit befangen zu machen. Im Gegenzug wird dies den Kindern helfen, Nacktheit mit Routinetätigkeiten zu assoziieren statt mit ausschließlich unangenehmen Dingen und damit ungesetzliche Formen der Nacktheit später in ihrem Leben weniger attraktiv zu machen.

Erlaube deinen Kindern von Geburt an dich in üblichen Situationen nackt zu sehen. (z.B. beim Anziehen, Baden oder Duschen, am WC) oder bei jeder Tätigkeit in der Nacktheit ein natürlicher Teil ist. Wenn du einen guten Zugang (Verständnis) zu deinem Körper hast, wirst du ganz selbstverständlich die Botschaft vermitteln, daß Nacktheit gut ist und nichts zum Fürchten. Es gibt natürliche Zeiten im Leben wenn Kleidung zum Schutz, zur Behaglichkeit und um gesellschaftliche Normen zu befolgen getragen werden muß. Wie auch immer, wenn du mit deinen Kindern über das Angenehme der Nacktheit Zuhause sprichst, werden sie mit dem Verständnis aufwachsen, daß zu Hause nackt sein und nackt gesehen werden nichts ist was „uncool, ekelhaft und total beschämend“ ist. 

Beginne und fördere die familiäre Nacktheit während der Sauberkeitserziehung und weiterhin während des Schulalters und darüber hinaus. Du wirst überrascht sein wie schnell die Sauberkeitserziehung funktioniert, wenn dein Kleinkind/Vorschulkind die Erlaubnis hat, daheim nackt zu sein, aber … sei vorbereitet, daß es manchmal zu „Unfällen“ kommt und gehe mit diesen Situationen sanft und ohne Ärger oder Ekel um. 

Sobald sie beginnen Unterschiede zwischen sich und dir oder deiner Frau/Mann zu erkennen, erkläre ihnen die Gründe für die Unterschiede. Vorgeschlagene Erklärungen sind: „Mami’s Brüste sind zum Trinken für die Babies so wie für dich wie du klein warst.“ Oder „ Mami und Papi haben da unten Haare, weil unsere Körper wärmer sind und das hilft, die Körper zu kühlen (indem Schweiß zurückgehalten wird.“
Tipps

Es ist sehr hilfreich einen zentralen Punkt zu haben an dem die ganze Familie nackt teilhaben kann. Ein Schwimmbad im Haus ist ideal aber für die meisten Familien nicht machbar. Sauna ist genauso hervorragend geeignet, ist in der USA jedoch nicht so verbreitet wie in Europa. Andere Möglichkeiten mit Wasser könnte ein Außenpool in oder über der Erde sein. Eine billigere und praktikablere Idee könnte ein Whirlpool sein. Er kann das ganze Jahr genutzt werden. Kinder sehen in ihm ein Kinderplanschbecken in dem sie auch mit ihrem Spielzeug spielen können.

Ein großer Nebeneffekt in einem gesunden Verständnis des nackten Körpers zu Hause ist die Zeit, wenn es um die Erklärung der Reproduktion geht. Es wird weniger Spannung von seiten des Kindes geben. Sie werden keine Verzerrung durch die Peinlichkeit über die „schamerfüllten“ Körperteile zu sprechen (so wie es für andere sein kann) haben. Dies wird im Gegenzug die Kommunikation während der Adoleszenz offen halten.

Es gibt viele großartige Bücher über Schwangerschaft und Adoleszenz, die den romantischen (z.B. sexuellen) Aspekt von den physiologischen Veränderungen während der Pubertät trennt. Diese Bücher bieten einen sehr neutralen, klinischen Blick auf Brüste und Schamhaarwachstum während dieser Zeit und beinhalten sehr ehrliche Fotos natürlicher Geburt. Dies hilft im Geist der Kinder einen Unterschied zwischen Nacktheit und Sexualität zu vermitteln und einen Rahmen zu bieten in dem die Nacktheit in der Familie zum Vorteil aller erblühen kann.

Erkenne, daß nicht alle Scham schlecht ist. Gute Scham ist in uns verwurzelt, um uns zu helfen, kompromittierende Situationen zu vermeiden. Andere Scham ist das Ergebnis sozialer Konditionierung während der Kindheit und notwendigem Zwang zu Kleidung.

Respektiere den Standard anderer. Ein guter Zugang ist herauszustreichen, dass andere nicht an Nacktheit gewohnt sind und es höflich ist ihre Wünsche zu respektieren. Das kann zum Beispiel bedeuten die Vorhänge zugezogen zu haben oder bereit zu sein, die Badezimmertür zu schließen, wenn Gäste da sind – ein Vorgehen, das Entgegenkommen unterstützt, jedoch nicht Scham.

Junge Adoleszenten entwickeln ganz natürlich mehr Anstand um die Zeit der Pubertät. Zwinge niemand nackt zu sein. Unterhosen zu tragen, kann für eine Weile eine Überganglösung sein. In der Gesellschaft anderer Jugendlicher zu sein, die einen natürlichen Zugang zu ihren Körpern haben, kann Sicherheit geben.

Für Familien in denen die Kinder bereits älter sind, kann es schwierig sein, die Gewohnheiten zu ändern. In manchen Fällen können große Entscheidungen notwendig sein, um mit alten Bräuchen zu brechen. Solche Änderungen können das Loswerden von Zeitschriften (Männermagazine, Mode- oder Sportzeitschriften), TV und andere Medien sein in denen sehr subtil ein „nackt ist gleich Sex“-Gedanke vermittelt wird. Kollegen können ebenso ein Teil dessen sein. Es kann notwendig sein, für einen Neustart in eine andere Region zu ziehen. Besonders Jugendlichen ist es sehr wichtig, daß die Eltern den Worten Taten folgen lassen. Wenn also Eltern diese Gewohnheiten entwickeln, werden es auch die Jugendlichen.

Das Ziel ist es, Kindern die Gelegenheit zu geben Nacktheit in einer Art und Weise zu sehen, die in unserer Gesellschaft nahezu unmöglich ist: Sie einen neutralen, unsensationellen Teil des Alltags in einem passenden Zusammenhang zu machen. Dies bringt auch eine Immunität gegen die Verlockungen, die außerhalb unseres Zuhauses in der Öffentlichkeit vorhanden sind.

Warnungen:

Sei achtsam wem du deine Lebensweise mitteilst. Nicht alle Leute werden leicht zu den Schlüssen kommen, die du möchtest. Nacktheit und Sexualität sind noch immer in unserer Gesellschaft aneinander gekoppelt. Dies kommt hauptsächlich von puritanischen Modellen, aber auch von jahrzehntelangem, hedonistisch Einfluss der Swinger-Bewegung wie z.B. Hedomism II in Jamaika, das SunnyDaze Resort in Colorado und Veranstaltungen wie NudesaPoppin in Indiana.

Obwohl das offensichtlich für alle gutmeinenden Eltern sein sollte, ist während der Momente der Intimität und ehelicher Aktivität Umsicht geboten. Da die Genitalien die größte Quelle des Vergnügens während dieser Zeiten sind, sei achtsam, daß du die primären Funktionen (Geburtskanal, Urinieren) der Geschlechtsteile jüngerer Kinder betonst. Alles mehr könnte deren emotionale Entwicklung überfordern und gegen die ganzheitliche Umgebung wirken, die du aufrecht zu erhalten versuchst. Eheliche Intimität gehört am besten hinter geschlossene Türen.

Vermeide die Kinder Aktfotografien oder Internetquellen auszusetzen, da manche von ihnen eine subtil verdrehte, pornografische Botschaft enthalten, die untrainierte Augen nicht sofort erkennen. Das beste Beispiel bist du und deine Frau/Mann oder ältere Geschwister oder Verwandte, die einen echten Ungang mit menschlicher Nacktheit mitbringen.

Pflege auch korrekte Hygiene. Wenn du Nacktheit in deiner Familie praktizierst, ermutige und verlange das Verwenden von Handtüchern zum Sitzen. Wie alle Eltern dir bestätigen können, putzen sich kleine Kinder nicht immer sehr sauber nach der Benutzung der Toilette. Sei nicht verlegen gute, gesunde persönliche Toilettenhygiene deinen Kindern beizubringen. Sie erwarten von dir gut und richtig unterrichtet zu werden.

 

Übersetzung von:

http://www.wikihow.com/Practice-Nudity-in-Your-Family

durch: Ulrich am 14.4.2012

Der Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt und gibt die Meinung des Verfassers wieder, nicht die de Übersetzers oder von “Der Nudist”.

22. März 2012

Science Fiction aus der Perspektive von Nudisten – Klicktipp | derstandard.at

Es gibt ja bekanntlich nichts, was im Internet keine eigene Website hätte, und so sieht es auch mit Buchrezensionen aus nudistischer Perspektive aus. Die britische Seite “Yarns Without Threads” hat zwar ein Layout Marke 1999, aber ein umfangreiches Archiv, in dem Bücher daraufhin untersucht werden, wie Nacktheit darin dargestellt wird. Und es wird zwischen Nacktheit an sich und solcher im Kontext der Freikörperkultur unterschieden (und separat bewertet).

–> “Yarns Without Threads: Naturism in Fact and Fiction”

viaScience Fiction aus der Perspektive von Nudisten – >> Klicktipp.

17. März 2012

In & Out: Halb nackt und manche auch ganz | MAIN-POST Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt

Wem es am Samstagnachmittag zu kalt war, der hätte mal in Münnerstadt und Reichenbach vorbeischauen sollen. Dort trotzten 2300 ganz Hartgesottene den wenig frühlingshaften Temperaturen beim Braveheart-Battle. Nicht, dass sie nur halb nackt – bei einigen traf auch das Wort „ganz“ zu – über Stock, Strohballen und Stein um die Wette liefen, sie mussten ganze viermal durch das nicht minder kalte Dreckwasser des Reichenbacher Stausees.

viaIn & Out: Halb nackt und manche auch ganz | MAIN-POST Nachrichten für Franken, Bayern und die Welt.

11. März 2012

Femen in Istanbul: „Man kann nicht nackt für Frauenrechte eintreten“ – Video – Video – FOCUS Online

Frauenrechtlerinnen aus der Ukraine haben am Donnerstag mit freiem Oberkörper im türkischen Istanbul gegen häusliche Gewalt protestiert. Das rief auch Kritiker auf den Plan. 

Oben ohne und mit aufgeschminkten Verletzungen protestierten die Vertreterinnen der Organisation “Femen” am internationalen Frauentag. Femen-Mitglied Inna Schewchenko: “Heute zeigen wir unsere Solidarität mit den Opfern häuslicher Gewalt und Gewalt im Allgemeinen. Wir zeigen es an uns selbst, wie es ist ein Opfer häuslicher Gewalt zu sein. Wie es ist, in einem islamischen Land zu leben und die Frau eines moslemischen Mannes zu sein.” Unter Passanten traf die Aktion auf ein geteiltes Echo: “Das ist eine gute Sache. Diese Mädchen machen das, was wir uns nicht trauen. Mir gefällt das und ich hoffe, die Leute achten mehr auf Menschenrechte.” Kritiker warfen den Frauen vor, sich nackt in einem moslemischen Land zu zeigen…

viaFemen in Istanbul: „Man kann nicht nackt für Frauenrechte eintreten“ – Video – Video – FOCUS Online.

26. Februar 2012

Genauer betrachtet: Nackt im eisigen Wind – Nachrichten Print – DIE WELT – Debatte – WELT ONLINE

Sie kämpfen gegen Prostitution, für Demokratie und Menschenrechte – und für billigeres Gas. Bei minus 22 Grad demonstrierten Nacktaktivistinnen der ukrainischen Frauenrechtsorganisation Femen gestern in Moskau vor der Zentrale des russischen Gas-Monopolisten Gazprom. Seit Monaten streiten Russland und die Ukraine über eine Neuregelung der Gaslieferverträge. Kiew will günstigere Preise durchsetzen, Moskau strebt die Kontrolle über das ukrainische Gasnetz an. “Antiukrainischen Gas-Terror” nennen die Wutbusen-Demonstrantinnen das – und ziehen Parallelen zwischen Gazprom-Chef Miller und Gestapo-Chef Müller. Bei allem Überschwang – das geht zu weit. sam

viaGenauer betrachtet: Nackt im eisigen Wind – Nachrichten Print – DIE WELT – Debatte – WELT ONLINE.

19. Februar 2012

LESERBEITRAG: Meine nackte Skitour

Nachfolgender Beitrag wurde durch einen Leser von “Der Nudist” zugesandt:

Bereits im Jahr 2007 begab ich mich auf eine Skitour mit dem Vorsatz, die Schwalbenmauer zu besteigen und das wenn möglich nackt! Der Wetterbericht war zwar nicht berauschend, ich ließ mich halt mal überraschen. Von meinem letzten Anstieg wußte ich, dass die Skier sicher eineinhalb Stunden am Rucksack zu tragen sind.

Als ich beim Ausgangspunkt ankam, fuhren gerade vier Mountainbiker weg. Ich zog meine Skischuhe an und montierte die Ski auf den Rucksack und wanderte los. Nach 10 Minuten war ich im Katzengraben – hier zog ich mich aus. Ich ging flott hinauf, von der Temperatur her war es sehr angenehm. Ab und zu spürte ich einen kalten Windhauch. Außerdem hörte ich das Geräusch des Windes, wenn er durch die Bäume blies. Stellen, wo viele Bäume teilweise auch quer auf dem Weg lagen, waren mit Vorsicht zu genießen. Nach 1,5 Stunden erreichte ich den Schnee. Jetzt konnte ich die Skier anschnallen.

Je höher ich kam, umso mehr machte sich der Wind bemerkbar. Auf der Alm blies er mich ganz kalt an. Nach einem kurzen Stück sah ich zwei Bäume, unter ihnen ist kein Schnee. Ich ging dort hin, um mich anzuziehen. Als ich die Stelle erreichte, merkte ich, dass sie mir einen Windschutz gaben, also machte ich dort eine Rast, um noch eine kurze zeit nackt zu sein. Ich aß meine Jause und versuchte ein paar Fotos zu machen. Beim Skifahren war das aber mit dem Selbstauslöser gar nicht so einfach. Es war hier sehr angenehm durch den Windschutz und ab und zu schob sich die Sonne durch die Wolken. Ihre warmen Strahlen fühlten sich super an.

Zum weiteren Anstieg zog ich mich dann wieder an. Am liebsten hätte ich mich sofort wieder ausgezogen, denn es kam mir vor, als würde mich meine Kleidung bremsen. Aber nach 10 Minuten blies der Wind mit solch einer Kraft, dass ich froh war, etwas anzuhaben. Nach ca. 200 Höhenmetern erreichte ich wieder einen Wald. Hier sank ich immer wieder tief mit den Skiern ein. Da ich alleine war, musste ich mir natürlich die Spur selbst legen. Hier war der Wind so stark, dass man nur mit größter Mühe gegen ihn ankam und die Sonne wurde von Wolken verdeckt, so dass es fast finster wurde. Deshalb montierte ich meine Felle ab, zog mir meine Goretex-Jacke und die Handschuhe an und fuhr hinab. Im Wald war die Abfahrt schwierig, da ich tief im Schnee einsank. Im freien Hang hatte ich dagegen fast Bedingungen wie beim Firnschnee, es war traumhaft.

Leider ging es viel zu schnell und bald war ich wieder im Katzengraben und somit auch am Ende der Schneedecke. Dort musste ich mir die Ski auf den Rücken schnallen. Da die Sonne schon lange in den Wolken verschwunden und der Wind jetzt hier auch noch sehr intensiv war, blieb ich angezogen. Auf dem Hinweg im Nacktanstieg bewältigte ich 600 Höhenmeter und war ca. zwei Stunden ohne lästige Kleidung. Begegnet ist mir nackt und angezogen niemand. Als ich nackt war, spürte ich den Wind immer wieder ziemlich stark aber meist nur kurz. Es fühlte sich zwar kalt an, war aber nicht unangenehm. Stehen hätte man dort nicht bleiben dürfen aber durch die flotte und intensive Bewegung erzeugte der Körper genügend Wärme, so dass der Wind keine Chance hatte, ihn auszukühlen.
Ich selbst bin immer wieder erstaunt, mit welchen Fähigkeiten zum Überleben wir von der Natur ausgestattet sind und wie viele Möglichkeiten wir haben, wenn wir sie nicht verkommen lassen.

Nacktbergsteiger

11. Februar 2012

Bildung & Wissen: “Zurück zur Natur” – badische-zeitung.de

Die Franzosen saunieren in Badekleidung und die Skandinavier nach Geschlechtern getrennt. Nur im deutschsprachigen Raum scheinen Männer und Frauen wenig dabei zu empfinden, sich voreinander zu entblößen. Zur Tradition der Nacktheit in Deutschland befragte Katharina Meyer die Historikerin Maren Möhring.

DBZ: Die Deutschen scheinen ein sehr entspanntes Verhältnis zur Nacktheit zu haben. Wie erklären Sie das?

Möhring: Es gibt in Deutschland eine andere Tradition, mit Nacktheit umzugehen. So ist zum Beispiel die Freikörperkultur-Bewegung eine typisch deutsche Erscheinung, die in anderen Ländern wesentlich weniger ausgeprägt ist. Nur in Deutschland ist FKK bereits im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zu einer Massenbewegung geworden.

viaBildung & Wissen: “Zurück zur Natur” – badische-zeitung.de.

9. Februar 2012

LESERBEITRAG: Nackt auf einem Campingplatz

Nachfolgender Bericht wurde von einem Leser an “Der Nudist” gesandt:

Während unserer Flitterwochen fuhren wir aus der Schweiz mit dem Autoreisezug nach Hamburg, weiter mit dem Auto nach Kiel wo wir mit einer Riesenfähre nach Oslo nachts überfuhren. Weiter mit dem Auto nach Bergen. In dieser tollen Stadt haben wir unser Auto auf ein Schiff der Hurtigruten verladen. Mit diesem wunderschönen Schiff gings an der Küste entlang zu den Lofoten, wo wir wunderschöne Ferien (nackt) genossen.

Zurück ging es dann durch Schweden. Hier haben wir auf einem Campingplatz übernachtet. In Sunne habe ich an einem Abend die Hüllen im Haus gelassen und einen Abendspaziergang entlang des Sees gemacht. Das Wetter war warm und es war ein wunderschönes Erlebnis, nackt die Seeluft zu schnuppern.

Danelinude

4. Februar 2012

Leserbeitrag: Nackt im Schnee

Diese Geschichte wurde von einer Leserin von “Der Nudist” eingesandt:

Mein Mann und ich lesen seit einiger Zeit den Nudisten mehr oder weniger regelmässig. Wir sind beide FKK-Anhänger und angeregt durch die tollen Bilder und Artikel hier und das schöne sonnige kalte Wetter habe ich mich zu einem “Abenteuer” hinreißen lassen.

Wir waren spazieren und wohl wegen der Kälte ganz allein auf weiter Flur. Mein Mann ulkte herum, von wegen “jetzt nackt in den Schnee und sich abhärten!” Ich war ein bißchen übermütig und sagte nur “ok” und fing an, mich auszuziehen.

Erst wollte mein Mann mich noch abhalten, von wegen es könnte uns ja jemand sehen, aber da war niemand weit und breit. Zum Glück hatte er die kleine Digicam dabei. Ich hab es sehr genossen, auch wenn es verdammt kalt an den Füßen war. Aber es war nur für ein paar Minuten und einige Schnappschüsse.

Dann sollte er sich ausziehen und ich ein paar Bilder machen. Er hat gekniffen… Männer! Aber es war lustig und hat Spaß gemacht. Das nächste Mal will er vielleicht auch… Wer’s glaubt!

Viele Grüße

Sabrina

1. Februar 2012

20 Minuten Online – FKK-Botschafterin – Hintergrund

Micaela – Reisebüro für FKK-Survival-Reisen

Erotik-Model und Textil-Muffel Micaela hat es dank ihren freizügigen Auftritten im Dschungel irgendwie geschafft, die Freikörperkultur in ein ganz neues Licht zu rücken. Das sind auch nur Menschen und wollen die Natur geniessen. Darum liegt es auf der Hand, dass Micaela in die Reisebranche einsteigen sollte, denn sie ist nicht nur ihr bester Kunde, sondern auch ihr bestes Aushängeschlid. Ein Reisebüro für abenteuerlustige Nackedeis – was für eine Goldgrube.

via20 Minuten Online – Fluch-Fachfrau, Grufti-Stylist, FKK-Botschafterin – Hintergrund.

Siehe auch hier:

Nacktmodel Micaela Schäfer (28) hat sich nach dem Rauswurf aus den Dschungelcamp ihr entspanntes Verhältnis zu ihrem Körper bewahrt. “Wir kommen nackt auf die Welt, wir verlassen die Welt nackt, wir duschen jeden Tag nackt. Ich habe überhaupt kein Problem mit Nacktheit”, sagte sie am Samstag der Nachrichtenagentur dpa.

Für die Nacktszenen in der RTL-Show schäme sie sich nicht. Jedoch betonte sie: “Pornografische Sachen würde ich nie im Leben machen.”

via.http://relevant.at/society/vips/424738/model-micaela-schaefer-philosophiert-ueber-nacktheit.story

23. Januar 2012

Felix: Die nackte Wahrheit – thueringer-allgemeine.de

Sebastian Tauchnitz über hüllenlosen Protest.

Selbst wenn man nicht sonderlich verklemmt ist, darf man genervt sein vom zunehmenden Hang zum Nacktprotest.

Wer mit irgendwas oder irgendjemandem unzufrieden ist, lässt Hemmungen und Kleider fallen. Und – der Autor nimmt sich da selbstkritisch nicht aus – alle schauen hin.

Wer keinen Pelz tragen mag, weil es dadurch die Nerze schlecht haben, schlüpft lieber gleich ins Adamskostüm und lässt sich dabei fotografieren. Die lustigen Damen aus der Ukraine tingeln seit etlichen Monaten in des Kaisers neuen Kleidern durch die Welt und protestieren – wogegen eigentlich? Es hatte wohl irgendwas mit der Fußball-EM zu tun.

viaFelix: Die nackte Wahrheit – thueringer-allgemeine.de.

20. Januar 2012

Bekannte in der Sauna freundlich grüßen – Freie Presse

München (dapd). Saunagänger haben meist kein Problem damit, dass andere Besucher sie nackt sehen. Wenn allerdings ein Nachbar oder Kollege in der Schwitzstube auftaucht, wünscht sich so mancher einen Tarnumhang. “In dieser Situation fluchtartig die Einrichtung zu verlassen, wäre vollkommen unangebracht”, sagt Sabine Schwind von Egelstein, Etikette-Expertin aus München.

Besser sei es, die unangenehme Lage mit etwas lockerer Kommunikation zu entspannen. Auf jeden Fall sollte man den Bekannten freundlich grüßen. “Man kann auch ein paar Worte mit der Person wechseln”, sagt die Stiltrainerin. Beispielsweise könne man sagen: “Ich wusste gar nicht, dass Sie auch gerne in die Sauna gehen.”

viaBekannte in der Sauna freundlich grüßen – Freie Presse.

16. Januar 2012

“Natur pur – Meine erste Nacktwanderung”

Die meisten von uns sind sicherlich zur FKK-Bewegung gekommen, indem sie es einfach mal ausprobiert haben, schwimmen ohne Badebekleidung oder sich nackt in die Sonne legen. Und dieses Aha-Erlebnis ist dann zur Gewohnheit geworden.
Mir war es vor vielen Jahren genauso gegangen. Am Meeresstrand nackt entlang bummeln, das haben wir schon oft gemacht. Nun reizte es mich, einfach auch mal nackt quer durch Wald und Flur zu laufen. Mittlerweile gibt es ja viele Berichte über Nacktwandern, sogar ein Handbuch im Outdoor-Verlag (Nr. 285 “Nacktwandern”), aber wie gesagt “grau ist alle Theorie”.
 
So wartete ich auf eine Gelegenheit, bei der Wetter und örtliche Nähe passte. Alleine nackt zu wandern, getraue ich mich nicht, das wäre mir einfach zu stressig.
 
Am 1. Oktober 2011 war es soweit. Ich schloss mich einer Gruppe an, die im Teutoburger Wald im Raum Bad Iburg – Hilter eine Nacktwanderung machte. Ich kann das Ergebnis vorwegnehmen, es war einfach traumhaft schön – ein ganz tolles Erlebnis.
An diesem Tag passte wirklich alles. Petrus leistete Wiedergutmachung für den verkorksten Sommer. Sonnenschein pur, eine Luft wie Sekt, eine nette Gruppe von 11 “erfahrenen Hasen” und ein Initiator, der die Wanderung bis ins kleinste Detail vorbereitet hatte. Er hatte sogar per Fax die beiden zuständigen Polizeireviere über die geplante Nacktwanderung informiert. Von dort kam lediglich eine telefonische Rückfrage, ob und wo genau die nackte Gruppe wandert. Im Übrigen wünschte uns der Polizist eine angenehme, ruhige Wanderung.

Treffpunkt der Gruppe war ein abgelegener Parkplatz bei Hilter. Nach der freundlichen Begrüßung – die meisten kannten sich schon – verschwanden die Klamotten schnell im Auto, im Rucksack wurden Wasser, Verpflegung und eine Sitzunterlage verstaut und schon ging es los. Der Weg führte zuerst über offenes Gelände bergauf, dabei konnte ich mit jeder Pore die Sonnenstrahlen einfangen, nach ca. 1 km nahm uns dann der Hochwald auf. Ich war selbst überrascht, wie schnell ich mich auf eine mir bisher unbekannte Situation einstellen konnte. Bald kam es mir vor, als wäre es das Normalste der Welt, nackt durch die Natur zu wandern. 

Ich hatte das Gefühl, dass ich nackt alles viel intensiver wahrnehme, die Sonne auf den offenen Strecken, den Windhauch im Wald, die Kühle in den Niederungen am Bachlauf, es war einfach traumhaft. Dazu kam noch, dass ich das alles völlig entspannt aufnehmen konnte, da die Gruppe mir Sicherheit gab. Es lässt sich zwar alles mit Worten beschreiben, aber das tatsächliche Empfinden bei einer Nacktwanderung kann man nur nachvollziehen, wenn man es selbst erlebt. Die Strecke war sehr abwechslungsreich. Pfade, Waldwege, asphaltierte Strecken, hinauf und hinab, mehr oder weniger steil, sonniges offenes Gelände, wildromantische Waldwege – von allem etwas. Ich wusste gar nicht, wie schön es im Teutoburger Wald ist. Ein Mitwanderer ist sogar fast die ganze Strecke barfuß gegangen, nur die Bucheckern auf asphaltiertem Untergrund waren dann doch ziemlich unangenehm. Weniger angenehm war es auch, einen Rucksack auf dem Rücken zu haben, es war aber, da es eine Tageswanderung war, nicht zu vermeiden – man braucht halt etwas zu trinken und zu beißen und nicht zuletzt auch bei der Rast etwas unter dem Po.

Das herrliche Spätsommerwetter lockte allerdings auch viele andere Naturfreunde in den Teutoburger Wald, zumal Osnabrück und Münster nicht weit weg sind. Es lag zwar nicht in unserer Absicht, anderen Wanderern zu begegnen, in diesem beliebten Gebiet war es aber nicht zu vermeiden. Wir trafen Spaziergänger, Radfahrer, Reiterinnen, Picknickgruppen, Mountainbikesportler, schwer bepackte Wandergruppen, auch Familien mit Kindern. Alle Begegnungen verliefen völlig konfliktfrei, zum Teil recht fröhlich, zumindest schmunzelnd. Eine Frau rief uns zu “und da sag’ einer, im Wald wär’ nichts los” oder eine vorbeirasende Sportlergruppe auf Rennrädern “Hey Jungs, klasse, ihr macht das richtig”. Lediglich der kleine Hund einer Picknickgruppe, deren Platz wir überqueren mussten, knurrte mich an.

Etwas verunsichert war ich, als wir Familien mit Kindern begegneten. Kinder wie die Eltern reagierten aber völlig entspannt und gelassen. Bei allen Begegnungen bewährte sich eine wichtige Regel: Der Nackte grüßt zuerst und nicht zaghaft (!) und schaut den/die Gegenüber an. Das hat eine verblüffende Wirkung, es entwaffnet den Bekleideten. Meistens wird der Gruß auch erwidert. Zu der Harmonie des Tages trug auch bei, dass wir uns in der Gruppe gut verstanden haben. Bekannt gemacht hatten wir uns mit Vornamen und geplaudert haben wir über Gott und die Welt, nur nicht über Beruf und Herkunft. Unser Initiator wusste auch viel über Geologie, Pflanzen und Tierwelt zu erzählen und führte uns zu interessanten Stellen, z.B. der berühmten Unfallstelle, wo im Juni 1910 ein Zeppelin bei einem Unwetter durch Schneelast in die Bäume gedrückt wurde oder zu dem alten Zugangsstollen eines ehemaligen Kohlebergwerkes.

Unsere Wanderstrecke war 18,4 km lang, den Ausgangspunkt erreichten wir auf die Minute genau zu der im Plan angegebenen Zeit, so präzise war die Organisation. Da die Sonne noch so schön schien, wäre ich am liebsten weitergewandert – bis zum Sonnenuntergang. Dem gewohnten Brauch folgend klang der Tag gemeinschaftlich in einem gemütlichen Landgasthaus aus. Mit einem Hochgefühl, etwas besonders Schönes erlebt zu haben, fuhr ich abends nach Hause.

Nachbemerkungen:
Noch schöner wäre eine Nacktwanderung, wenn man auf den lästigen Rucksack verzichten könnte. (Als Idee hierzu: eine Strecke mit dem Verlauf einer Acht mit einer vorbereiteten Rast im Kreuzungspunkt der Acht). Das non-plus-ultra Erlebnis wäre eine Nacktwanderung ohne Rucksack und ohne Schuhe. Das ist aber vor allem eine Frage des Untergrundes.
Eine solche Barfuß-Wanderung wurde am 11. Sept. 2011 im Moor am Steinhuder Meer bei Hannover durchgeführt. 
 
B.M.

 

Erstveröffentlichung im DFK-Verbandsorgan “Freikörperkultur”. Veröffentlichung auf “Der Nudist” mit freundlicher Genehmigung des Autors

14. Januar 2012

Michael Fassbender versteht Aufregung um Nacktszenen nicht

Michael Fassbender kann nicht verstehen, warum freizügige Szenen mit einem Mann noch immer einen Skandal hervorrufen – Frauen seien in Filmen schließlich ständig nackt. Der Schauspieler stellt in seinem aktuellen Streifen “Shame” einen Sexsüchtigen dar und musste dafür einige sehr freizügige Szenen drehen, wie er im Interview mit der Zeitschrift “GQ” jetzt verriet. “Mein Charakter hat keine Kontrolle über sein körperliches Leben. Er zieht los und tut es wieder, um diese Scham loszuwerden, und verdoppelt sie. Das ist ein Teufelskreis. Brandons Droge ist Sex. Es ist ein körperliches Verlangen.” Trotzdem versteht Fassbender nicht, was an seinen freizügigen Szenen so skandalös sein soll. “Wenn ein Mann nackt und sein Penis im Bild zu sehen ist, ist das gleich eine ganz große Sache. Aber Frauen sind doch immer nackt in Filmen.”

viaMichael Fassbender versteht Aufregung um Nacktszenen nicht.

11. Januar 2012

Tom Hanks möchte einen Flitzer bei den Oscars 2012 – Showbiz.de

Schauspieler Tom Hanks hätte gerne etwas Abwechslung bei den Oscars 2012 und würde sich über den Auftritt eines Flitzers freuen.

Tom Hanks | Bild: Bang MediaDer Leinwandliebling (‘Forrest Gump’) erinnert sich immer wieder gerne an die Oscar-Verleihung aus dem Jahr 1974 – damals war ein nackter Mann während der Live-Sendung über die Bühne gerannt. So etwas würde der Show sicher eine Menge Aufmerksamkeit bringen und der Witzbold wäre am liebsten selbst daran beteiligt.

viaTom Hanks möchte einen Flitzer bei den Oscars 2012 – Showbiz.de.

28. Dezember 2011

Leserbeitrag: FKK unterhalb vom Wasserkraftwerk Tzschelln (PLZ 02943)

Nachfolgender Tipp stammt von einem Leser von “Der Nudist”:

Herrliche Natur, tolle Wiese, Südseesand und gute Wasserqualität … unterhalb vom Wasserkraftwerk Tzschelln zwischen Sprey(Boxberg) und Neustadt(Spree) gibt es einen tollen Ort zum Entspannen.
Ideal zum Baden in der Spree und zum Sonnen. Bäume spenden aber auch Schatten an heißen Sommertagen. Zum Angeln ist die Spree etwas weiter flussabwärts ebenfalls gut geeignet. Wildzelten ist eigentlich in Deutschland verboten, aber da es dort keiner kontrolliert bietet der Ort auch dazu eine gute Gelegenheit. Nur auf das saubere Verlassen ist zu achten!

Wenige Leute kennen das WKW und somit sind ungebetene Besucher weit weg.

Erreichbar ist die Stelle von der Spreestraße K8481 bzw. dem daneben verlaufenden Radweg. Empfehlenswert ist die Verbindung mit einer Radtour.

Julian

6. Dezember 2011

Mit nackten Frauen den Kletter-Spirit einfangen | outdoor

Ganz anders hingegen die wunderschönen, ästhetischen Bilder von Dean Fidelman, der nackte Frauen beim Bouldern und Klettern ablichtet. Mit seinem Projekt «Stone Nudes» und dem jährlichen Kalender begeistert er Frauen und Männer auf der ganzen Welt.

Dean Fidelman, selber eifriger Kletterer und Boulderer, gehört sozusagen zum Inventar der berühmten Yosemite-Kletterszene. Mit seiner Schwarz-Weiss-Fotografie begann er in den Siebzigerjahren. 1999 startete er dann mit «Stone Nudes». Seine Idee versuchten zahlreiche Fotografen zu kopieren, aber Fidelmans Bilder bleiben unerreicht. Er schuf eines der einzigartigsten Kunstprojekte, welche die Klettergemeinde je gesehen hat. Der Kalifornier erachtet sowohl die Felsen wie auch die menschlichen Körper als Skulpturen, welche wunderbar miteinander harmonieren. Seine Bilder seien eine Essenz der Kletterkunst, mit der er die Menschen inspirieren und zelebrieren will.

viaMit nackten Frauen den Kletter-Spirit einfangen | outdoor.

2. Dezember 2011

„Nackt sein? Was ist dabei?“ Der amerikanische Internet-Guru Jeff Jarvis über den Nutzen von Öffentlichkeit – Medien – Tagesspiegel

Herr Jarvis, im vergangenen Jahr haben Sie auf einer Konferenz in Berlin über „das deutsche Paradox“ gesprochen, über die Sorge der Deutschen um die Privatsphäre auf der einen Seite und die vergleichsweise offene Körperkultur andererseits. Dann haben Sie das Publikum in die Sauna eingeladen. Ist jemand gekommen?

Ja, drei Typen kamen. Wir haben uns gut unterhalten, zwei haben darüber gebloggt.

Sie haben sich nicht merkwürdig gefühlt?

Nein, obwohl wir Amerikaner ja geradezu lächerlich prüde sind.

Wie gehen denn Amerikaner in die Sauna?

Eingewickelt wie Würstchen. Hermetisch versiegelt. Die Deutschen haben ein viel reiferes Verhältnis zu ihrem Körper.

via„Nackt sein? Was ist dabei?“ Der amerikanische Internet-Guru Jeff Jarvis über den Nutzen von Öffentlichkeit – Medien – Tagesspiegel.

23. November 2011

Ägyptens Schock-Bloggerin: «Warum ich nackt posiert habe» – Ausland – News – Blick.ch

KAIRO – Aliaa El Mahdy (20) provoziert mit ihrem Nacktfoto auf Twitter ganz Ägypten. Jetzt erzählt die Skandal-Bloggerin, wie es dazu kam.

viaÄgyptens Schock-Bloggerin: «Warum ich nackt posiert habe» – Ausland – News – Blick.ch.

16. November 2011

«Natürlich nimmt man uns ernst» – News Zürich: Stadt Zürich – tagesanzeiger.ch

Dass die meisten Anwesenden mehr an ihren Reizen, als an ihren Slogans interessiert sind, glauben die Damen nicht. «Natürlich nimmt man uns ernst. Die Unterstützung hier ist gross.» Tatsächlich haben sich auch Carmen Walker Späh, die Präsidentin der FDP Frauen Schweiz, sowie die Generalsekretärin der FDP-Frauen, Claudine Esseiva unter die Zuschauer gesellt. Letztere unterstützt laut den Aktivistinnen die Demonstration. Im Videointerview erklärt eine der Aktivistinnen, warum man sie vor allem nackt ernst nimmt und woher die Damen das Geld nehmen, um ganz Europa zu bereisen.

Glauben Sie, man nimmt Ihre Anliegen ernst, wenn Sie einfach nur nackt sind?
Ganz bestimmt, ja. Wir haben auch hier, weit weg von der Ukraine, grosse Unterstützung erfahren. Wir haben eine Schweizer Aktivistin. Auch hiesige Politiker, wie Claudine, unterstützen uns. Ich glaube, nur wenn ich nackt bin, hört mir jemand zu.

via«Natürlich nimmt man uns ernst» – News Zürich: Stadt Zürich – tagesanzeiger.ch.

8. November 2011

Alles nackt – Newsticker – sueddeutsche.de

Mein lieber Mann, hier will es einer wissen: ‘Man muss von unvorstellbarer Armut sein, um Schauspieler zu sein, von einer unerträglichen Nacktheit’, tönt der Dramatiker und Regisseur Olivier Py in seinem schwer schwülstigen Stück ‘Die Sonne’, das er jetzt über quälende dreieinhalb Stunden an der Berliner Volksbühne zelebriert. Pys Kraftmeier-Theater ist an diesem Abend in der Tat arm an Intelligenz und Talent. Unerträglich ist auch die reichlich ausgestellte Nacktheit seiner Darsteller-Knaben.

viaAlles nackt – Newsticker – sueddeutsche.de.

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