Archiv für ‘Kunst/Kultur/Literatur’

28. Mai 2012

Tanz – Müssen die denn immer nackt sein? – Kultur & Live – Hamburger Abendblatt

Beim Live Art Festival und in Wim Vandekeybus’ Tanzstück auf Kampnagel sind die Spieler unbekleidet. Sie zeigen bewusst Verletzlichkeit.

Nacktheit auf der Bühne, ob es sich um Schauspieler oder Tänzer handelt, provoziert noch immer Ablehnung. Sittliche Empörung, immer wieder (gern auch großflächig bebilderte) Debatten in den (Boulevard-)Medien oder bisweilen scheinheilige Protestaktionen. Im Vorjahr hatte auch das Hamburger Live Art Festival auf Kampnagel seinen kleinen Skandal: Gegen Pascal Ramberts nacktes Duo “Libido Sciendi” wurden im Vorfeld Pornografie-Vorwürfe laut.

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27. Mai 2012

Münchner Tatsachen – Nackte vor, noch ein Tor! – Bild 1 – München – sueddeutsche.de

Nackte gesucht

Endlich mal was Aufregendes los in der Stadt, mag sich mancher gedacht haben, als der Künstler Spencer Tunick sein Vorhaben verkündete. Er will am Wochenende des 23. und 24. Juni, inspiriert von Andreas Kriegenburgs “Ring”-Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper, die Straßen und Plätze rund um das Nationaltheater mit nackten Menschen bevölkern.

Nur: Wer traut sich mitzumachen? Auf geht’s! Mutige vor! Eintragen kann man sich auf der Homepage der Staatsoper:  www.staatsoper.de/Tunick 

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21. Mai 2012

Die Helmut Newton Stiftung zeigt eine Werkschau mit über 200 Arbeiten des Fotografie-Giganten : Schwarz, weiß, nackt – B.Z. Berlin – Kultur,Kunst

Er zeigte große Frauen, stolz, nackt und stark. Helmut Newton (1920-2004) revolutionierte mit seinen Bildern die Mode und die Fotografie.

Ab 2. Juni startet die Helmut Newton Stiftung in Berlin eine Ausstellung mit Meilensteinen seiner Arbeit: “White Women, Sleepless Nights, Big Nudes” bildet drei Publikationen des Foto-Giganten ab.Über 200 großformatige Bilder werden gerade in der Jebensstraße aufgehängt, zeitlos schöne Aufnahmen, die Modegeschichte schrieben.

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16. Mai 2012

Let’s get naked | Muenchen | Bayern | KANAL8

Alle raus aus den Klamotten, der Kunst wegen. Natürlich haben wir alle unseren „Naked Wednesday“ aber würdet ihr euch auch nackt neben hundert andere, komplett fremde Menschen stellen? Ja ? Super dann haben wir jetzt das bayerische Kunstprojekt des Jahres für euch. Vorsicht, dieser Artikel kann nur nackt gelesen werden!

Spencer Tunick ist bekannt für nackte Menschenmassen, nicht weil er im Vorstand des FKK-Klub-Deutschlands ist, sondern wegen seinem Beruf: Spencer ist Künstler, und zwar kein unbekannter! Die meisten von euch werden seine Bilder kennen.

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14. Mai 2012

Kunst in Ost und West: Die andere Eva | Magazin – Berliner Zeitung

Das lenkt den Blick auf die Akte. Also zum Beispiel auf Brigida Böttchers – Leipzig 1952 – Akt im Urwald, den sie 1988 Flora nannte. Hier sieht man sehr gut, dass der Akt eben jene Form der Erotik ist, die dazu dient, sie soweit zu sublimieren, dass nichts mehr von ihr übrig bleibt. Nichts ist falsch. Das Nackte hat immer noch ein klein wenig vom Hauch der als Natürlichkeit sich tarnenden Sünde. Es gibt ganz sicher Gourmets, für die gerade diese Verbindung den Hauptreiz ausmacht.

Eine Variante dieser Herangehensweise bietet „Auf dem Balkon“ von Christl Maria Göthner – 1957 in Bad Lausick – aus dem Jahre 1987. Eine nackte Frau sitzt in einem Armstuhl an einem Tisch. Auch um sie Natur. Aber es sind nur grüne Topfpflanzen. Sie blickt an sich hinunter auf ihr Schamhaar. Der mit religiöser Fantasie begabte Betrachter kann darin gefaltete Hände erkennen, das gibt dem schon etwas verruchter wirkenden Bild eine gewisse Komik.

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13. Mai 2012

Jason Segel: Hat er die frontale Nacktheit ins Kino gebracht? – Film + TV News

Los Angeles – Spätestens seitdem Michael Fassbender sich komplett nackt in “Shame” gezeigt hat, ist das frontale Nacktsein bei Männern in aller Munde.

Komiker Jason Segel behauptet jetzt allerdings, er habe der frontalen Nacktheit in Filmen den Weg geebnet. Segel sagte dazu laut “showbizspy.com”: “Ich bin für den nackten Frontalanblick verantwortlich, denn ich habe damit in ‘Forgetting Sarah Marshall’ angefangen. Jetzt machen es eine Menge anderer Kerle nach und ich finde, das ist toll.

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11. Mai 2012

Nackte Tänzerin zieht ins Forchheimer Rathaus | inFranken.de

Ausstellung Ulrich Hain zeigt imForchheimer Rathaus seine Kunstwerke. Zu sehen sind Drucke, Bilder in Mischtechnik und provokante Keramikplastiken.

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8. Mai 2012

„Nackter Betrunkener mit streunendem Hund“: Rumänen machen sich über Trajanstatue lächerlich – Vermischtes – FOCUS Online – Nachrichten

Kaiserfigur mit Wölfin oder nackter Betrunkener mit streunendem Hund? In Bukarest sorgt die kürzlich enthüllte Bronzestatue des nackten römischen Kaisers Trajan mit einer Wölfin im Arm für ironische und spöttische Kommentare von Passanten und Internet-Nutzern. Das Kunstwerk des Bildhauers Vasile Gorduz (1931-2008), das vor dem Nationalen Historischen Museum aufgestellt wurde, soll die doppelte Abstammung der Rumänen darstellen, die sich von den Römern und von den Dakern herleiten.

Nicht nur, weil die männliche Figur der Statue nackt ist, sorgt diese für Aufsehen. Auch die seltsame Haltung und der steif abstehende Schal der Wölfin, der an die Standarte der Daker erinnern soll, ruft Verwunderung hervor. „Ich habe noch nie so etwas Groteskes gesehen. Ein Wolf mit einem Pitbull-Kopf, einem Eidechsen-Schwanz und einem Tumor auf dem Kopf, getragen von einem Kerl, der sich für seine Nacktheit schämt“, sagte eine Passantin.

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7. Mai 2012

Darsteller für Filmprojekt gesucht von Filmakademie

Nachfolgender Aufruf wurde von einem Leser von “Der Nudist” eingesandt:

Wir sind drei Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg und arbeiten derzeit an unserem diesjährigen Filmprojekt. Der humorvolle Kurzfilm spielt in einer abgeschiedenen Dorfidylle, in dem alle Bewohner zufrieden ihre Nacktheit ausleben können. Große Unruhe entsteht, als einer der Dorfbewohner eines Tages etwas im Wald findet, was bisher noch keiner von ihnen gesehen hat: eine Jeans.
Für dieses Projekt suchen wir noch dringend Komparsen und Darsteller, die unserem idyllischen Dorf in der Nähe von Stuttgart ein munteres Leben einhauchen. Der Drehzeitraum steht noch nicht genau fest, wird aber im Juni liegen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn der ein oder andere Lust hätte, in unserem Projekt mitzuspielen. Anfragen bitte direkt an: gabriel.borgetto@filmakademie.de

Hier noch ein lustiger Link zur Einstimmung auf unser Projekt:
http://www.youtube.com/watch?v=D994Mdm1wXE

Beste Grüße,

Gabriel Borgetto
Matthias Bäuerle
Bernd Faaß

6. Mai 2012

Homepageaward für das FKK-Museum

Ich freue mich, mitteilen zu können, dass eine weitere Webseite ausgezeichnet wurde: Das FKK-Museum. Der Betreiber Michael hat jede Menge interessante Fakten und Dokumente zusammengetragen. Herzlichen Glückwunsch zum Award!

Auszug aus der Seite:

Herzlich willkommen in meinem kleinen Online-Museum der Freikörperkultur.

Libertatem  quam  peperere  majores  digne  studeat  servare  posteritas

Ein nackter Körper regt heute niemanden mehr wirklich auf. Nackte Menschen, wir sehen sie im Alltag fast überall – auf Titelbildern, in der Werbung, in Filmen, an Seen. Diese Aufzählung liesse sich noch beliebig weiter führen. Aber, bis es zu dieser Akzeptanz gekommen ist, war es ein sehr weiter, sehr langer und auch beschwerlicher Weg. Wir können den Pionieren der Freikörperkultur nicht genug danken. Danken, unter anderem auch dafür, dass sie trotz aller widrigen Umstände nie aufgegeben und stets für ihre Ziele weiter gekämpft haben. Ihre Siege sind unsere Freiheiten heute.

» Libertatem quam peperere majores digne studeat servare posteritas « – Dieser lateinische Spruch steht über dem Haupteingang des Hamburger Rathauses und bedeutet: „Die Freiheit, die die Väter erwarben, möge die Nachwelt würdig zu erhalten trachten”. Ein Blick zurück in die Vergangenheit lohnt sich immer. Aber wir dürfen dabei nicht vergessen, auch nach vorne zu schauen. Dabei sollten wir durchaus einiges aus der Vergangenheit mitnehmen.

http://www.fkk-museum.de/museum.html

Alle ausgezeichneten Webseiten finden Sie hier: http://dernudist.wordpress.com/award

3. Mai 2012

Nackt – wie damals im Magazin – mz-web.de

HALLE (SAALE)/MZ. Am Zeitungskiosk war es jahrzehntelang so genannte Bückware: “Das Magazin”. Es wurde, da Mangelware, ganz diskret in eine unverfängliche Tageszeitung eingewickelt an den Kunden rübergereicht – und nur dann, wenn man mit der Zeitungsfrau im Kiosk (meist waren es Frauen) gut bekannt war oder mal ein Trinkgeld drauflegte (was sich oft gegenseitig bedingte).

Als Rarität galt die Zeitschrift auch wegen ihrer hervorragenden Aktfotografien, die von mehreren namhaften Fotografen stammten. Einer davon ist Rudolf Schäfer, dessen Aktfotos aus den Jahren 1973 bis 2003 derzeit bei Stelzer und Zaglmaier zu bewundern sind. Begleitend sind im Kabinett Malereien und Zeichnungen von Hans-Christoph Rackwitz zu sehen.

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3. Mai 2012

Nackt duschen ging damals schon mal gar nicht – Aachener-Zeitung.de

Falsche Scham

Schule, Elternhaus und vor allem die Kirche haben damals falsche Scham und Prüderie gefördert. Dass Nacktheit Sünde sei und Sexualität ohnehin, hat Josef Stiel schon als Siebenjähriger von der Kanzel gehört, in einer Predigt gegen den Film «Die Sünderin», in der Hildegard Knef in einer kurzen Szene als Aktmodell für einen Künstler posierte: «Sodom und Gomorra! Das Ende wird schrecklich sein!»

Stiel: «Was damals bei mir hängen blieb, war: Nacktheit ist Sünde und zwar sündigt derjenige, der sich nackt zeigt, ebenso wie der, welcher sich einen nackten Körper anschaut. Die Angst war da. Vor Nacktheit musste man sich schützen. Ich erinnere mich an das Baderitual. Fenster und Türen wurden verschlossen und verhängt, damit niemand etwas sehen konnte.» Und: «Ich durfte nicht in den Fußballverein, weil meine Mutter gehört hatte, dass die Jungs nach dem Spiel nackt duschen.»

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1. Mai 2012

Makabere Nackt-Fotos als Protest für Urheberrecht – WinFuture.de

Im Rahmen des gestrigen Welttags des geistigen Eigentums hat die Autorengruppe “Das Syndikat” eine Aktion vorgestellt, mit der man sich für Copyrights ausspricht: Und zwar haben sich acht Krimiautoren ausgezogen und sich in der Kölner Rechtsmedizin als Leichen fotografieren lassen.

Wie ‘Das Syndikat’, nach eigenen Angaben eine Vereinigung von 700 deutschsprachigen Krimi-Autorinnen und -Autoren, auf seiner Webseite schreibt, will man mit den nun veröffentlichten Fotosujets auf die eigene “Ja zum Urheberrecht”-Aktion aufmerksam machen.

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28. April 2012

Wolfgang Wendland übers Musikgeschäft: “Die Nackt-Poster laufen gut” – SPIEGEL ONLINE

Wie leben eigentlich die Urheber, über deren Rechte derzeit Internetnutzer, Verwerter und Politiker streiten? Künstler, die nicht regelmäßig in den Charts sind, sondern wie die große Mehrheit einfach nur von ihren Werken leben müssen? Künstler wie Wolfgang Wendland, 49, Sänger der Punkband Die Kassierer und ehemaliger Kanzlerkandidat der Pogo-Partei. Das Protokoll:

Als ich im Dezember 2010 merkte, dass nicht mehr so viel Geld da ist, hab ich aus einer gewissen Frustration heraus Poster hergestellt, wo ich nackt drauf bin. Die laufen eigentlich sehr gut, die sind auch vorne in unserem Webshop. Bis heute habe ich 800 davon verkauft, fünf Euro das Stück. Die kann man nicht downloaden. Der schwarze Balken über meinem Geschlechtsteil ist im Internet da, aber auf dem Poster nicht.

Ich will nicht sagen, dass das Poster meine Haupterwerbsquelle ist, aber es gleicht gewisse Verluste aus. Wir haben auf dem neuen Album ein Lied, da heißt es: “Und dann lege ich mich nackt aufs Bett und denke über Radioaktivität nach.” Auf dem Plakat liege ich nackt auf dem Bett, darunter steht “und denke über Radioaktivität nach”. Wobei ich Wert darauf lege, dass wir das vor Fukushima gemacht haben.

viaWolfgang Wendland übers Musikgeschäft: “Die Nackt-Poster laufen gut” – SPIEGEL ONLINE.

26. April 2012

Nackt-Ballett in Hellerau: „The First Language“ – Dresden – Bild.de

Dresden – In Plastefolie gewickelt und zum Teil nackt tanzte sich die „AVA Dance-Company“ vom Freitag bis gestern durch drei Aufführungen im Festspielhaus Hellerau.

Gezeigt wurde „The First Language“ der spanischen Choreografin Avatâra Ayuso.

Fünf Tänzerinnen brachten Erotik, Leiden und Unterdrückung auf die Bühne – angelehnt an die Ausstellung von Nancy Spero (1926–2009), die momentan hier zu sehen ist

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25. April 2012

Hamburg & Norddeutschland: Ausstellung Deichtorhallen: Horizon Field vom 27.4. bis 9.9.2012 | norddeutschland.blogspot.de

In den Hamburger Deichtorhallen wurde ein 49 mal 25 Meter großes und 67 Tonnen schweres „Horizon Field“ montiert. Vom 27. April bis zum 9. September 2012 können Besucher die Fläche, die fast acht Meter über den Boden schwebt, betreten und so Kunst hautnahe erleben. Bis zu 100 Personen dürfen gleichzeitig auf die Plattform.

Die Gesamtfläche des „Horizon Fields“ hat 2.500 Quadratmeter und füllt fast vollständig die Nordhalle der Deichtorhallen. Die 67 Tonnen schwere Konstruktion hängt an Stahlseilen. Die Plattform ist Schwarz und man kann sich auf der Fläche spiegeln. Kreiert hat das „Horizon Field“ der Künstler Antony Gormley.

Die BILD-Zeitung schrieb: „Ein gigantisches Erlebnis, das sich kein Hamburger entgehen lassen darf!“ Künstler Antony Gormley schwärmt von seiner Konstruktion und sagt: „Wer mag, sollte sogar nackt auf das `Horizon Field` gehen.“ Wer nackt ist, soll angeblich besonders intensiv die Schwingung der Plattform wahrnehmen können. Das Betreten der Fläche ist kostenlos.

viaHamburg & Norddeutschland: Ausstellung Deichtorhallen: Horizon Field vom 27.4. bis 9.9.2012.

23. April 2012

Einfach, echt, hüllenlos – nackte Tatsachen im Landschaftsmuseum – Bad Düben – Region – LVZ-Online

Bad Düben. Es gehöre Mut dazu, eine solche Ausstellung zu machen, sagt Günter Fiedler. Der aus Torgau stammende Hobby-Fotograf stellt derzeit eine Auswahl seiner in den 1980er-Jahren entstandenen Schwarz-Weiß-Aufnahmen mit nackten oder halbnackten Frauenkörpern im Landschaftsmuseum der Dübener Heide aus. „Hüllenlos” heißt die neue Akt-Schau, die an diesem Sonntag um 15 Uhr eröffnet wird.

Viele der Aufnahmen sind in den Wäldern der Dübener Heide entstanden. Und viele der Frauen, die auf den Bildern zu sehen sind, habe der gelernte Pflanzenbauer damals ansprechen müssen. „Von hundert sind am Ende vielleicht zehn übriggeblieben, die auch tatsächlich mitmachen wollten”, erzählt er. Vorwiegend an FKK-Stränden habe er sich auf die Pirsch begeben, um letztlich seine künstlerische Seite auf Bildern festhalten zu können.

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21. April 2012

Wohin führt die Nackterziehung? Artikel von Wilhelm Reich 1928 (Wien)

ZEITSCHRIFT FÜR PSYCHOANALYTISCHE PÄDAGOGIK
III. Jahrg., H. 2/3 „Nacktheit/Erziehung” Nov.-Dez. 1928

Wohin führt die Nackterziehung?
Von Wilhelm Reich (Wien)

Die Krisenhaftigkeit der heutigen Erziehung im allgemeinen und der Sexualerziehung im besonderen hat auch die Frage in den Vordergrund gerückt, ob man die Kinder an den Anblick des nackten menschlichen Körpers, genau gesprochen, der menschlichen Genitalien, gewöhnen soll oder nicht. Zwar ist man sich darüber einig — zumindest in Kreisen, die nicht allzu unmittelbar unter dem Einfluß der Kirche stehen — daß das sexuelle Heimlichtun unendlich mehr schadet als nützt; zwar besteht auch der redliche und energische Wille, die trostlosen Zustände in der Erziehung zu beheben, aber es existieren zweifellos auch schwere Widersprüche und Hemmnisse innerhalb der Gruppe der Erziehungsreformer, an denen, wie mir scheint, zweierlei Gründe deutlich zu unterscheiden sind: solche sub-jektiver (individueller) und solche gesellschaftlicher Natur. Der Aufforderung, als psychoanalytischer Arzt einen Beitrag zum Problem der Nackterziehung zu liefern, glaube ich am besten zu entsprechen, wenn ich mich auf die Diskussion einiger grundsätzlicher Schwierigkeiten beschränke, die sich schon mit der Aufstellung des Zieles „Nackterziehung” ergeben.

Zunächst die individuellen Schwierigkeiten. Die Freudsche Trieblehre, die durch Erforschung der kindlichen Sexualität sich ergeben hat, behauptet, daß der Sexualtrieb in der Kindheit in eine Reihe von sogenannten Partialtrieben zerfällt, die zwar miteinander verbunden sind und in ihrer Stärke von den Schicksalen der einzelnen Triebe abhängen, aber dennoch jeder für sich nach Befriedigung streben. Unter diesen Partialtrieben kennt man besonders gut auch den Schautrieb und die Zeigelust, deren Triebziel das Betrachten, bzw. das Zeigen erotisch betonter Körperteile, insbesondere der Geschlechtsorgane, ist. Dieser Trieb pflegt unter den Erziehungsbedingungen, wie sie heute fast durchwegs gegeben sind, sehr bald der Unterdrückung zum Opfer zu fallen. Das Kind macht rasch die Erfahrung, daß es weder seine Geschlechtsorgane zur Schau stellen noch die von anderen Personen betrachten darf, und entwickelt daraus zweierlei Empfindungen: Erstens die, etwas streng Verpöntes zu tun, wenn es seinem Verlangen dennoch nachgibt, wobei es Schuldgefühle produziert; zweitens bekommt mit den verhüllten und tabuisierten Genitalien alles Sexuelle einen mystischen Charakter, und dementsprechend verwandelt sich die ursprünglich natürliche Schaulust in lüsterne Neugierde. Um sich dem Konflikt zwischen Schaulust und Schauverbot zu entziehen, muß das Kind den Antrieb verdrängen. Je nach dem Umfang und dem Grad der Verdrängung wird entweder die Scheu und Schamhaftigkeit oder die Lüsternheit stärker entwickelt. Gewöhnlich bestehen beide nebeneinander, wodurch an die Stelle des alten ein neuer Konflikt tritt. Für die weitere Entwicklung gibt es zwei extreme Möglichkeiten: Entweder das Entstehen einer Schädigung des Liebeslebens und neurotischer Symptome durch Beibehalten der Verdrängung der Zeigelust oder aber Entstehen einer Perversion, des Exhibitionismus. Welcher von den beiden möglichen Ausgängen sich ergibt, läßt sich nie mit Sicherheit voraussagen. Die Entwicklung einer weder das soziale Sein noch das subjektive Befinden störenden Sexualstruktur aus der sexualverneinenden Erziehung ist fast nur Sache des Zufalls und des Zusammenspiels vieler anderer Faktoren, wie Schicksale der Pubertät, Lösung von der elterlichen und teilweisen Überwindung der gesellschaftlichen Autorität, vor allem aber die Findung eines Weges zu einem gesunden Geschlechtsleben.

Wir sehen also: Die Unterdrückung der Schau- und Zeigelust führt zu Resultaten, die kein Erzieher für wünschenswert halten kann.

Die bisherige Sexualerziehung geht durchwegs von negativen Wertungen der Sexualität und von ethischen, nicht hygienischen Argumenten aus. Ihr Ergebnis sind Neurosen und Perversionen. Die Nackterziehung verneinen, heißt implizite der üblichen Sexualerziehung beistimmen, denn jene ist von dieser nicht getrennt zu behandeln. Die Nackterziehung hingegen bejahen und im übrigen die Sexualerziehung und die Erziehungsziele unangetastet lassen, hieße einen Widerspruch setzen, der von vornherein jeden praktischen Versuch entweder illusorisch machen oder aber den Zögling in noch schwierigere Situationen bringen würde. Ein Kompromiß aber auf dem Gebiete der Sexualerziehung ist aus der dem Sexualtrieb immanenten Gesetzmäßigkeit kaum möglich. Daß man, ehe man die Frage der Nackterziehung überhaupt stellt, sich zunächst eindeutig für Sexualbejahung oder Sexualverneinung, gegen die herrschende Sexualmoral oder für sie entscheidet, daß man zumindest erkennt, daß ohne eine derartige Klarheit über die eigene Stellung zur Sexualfrage jede Diskussion fruchtlos wird, ist die Voraussetzung für eine Verständigung in diesen Dingen. Wohin aber eine solche Klärung der Voraussetzungen führt, soll hier gezeigt werden.

Wir nehmen also an, daß wir die sexualverneinende Erziehung wegen der gesundheitlichen Gefahren ablehnen, uns also für das Gegenteil, die sexualbejahende Erziehung, entscheiden. Man wird dann vielleicht sagen, das sei gar nicht so gefährlich, man erkenne den Wert der Sexualität an und müsse nur die Sublimierung der Sexualität fördern. Darum handelt es sich hier aber gar nicht. Nicht um die Sublimierung geht es, sondern um die ganz konkrete Frage, ob die Geschlechter ihre Scheu, die Genitalien und die übrigen erotisch betonten Körperstellen zu entblößen, verlieren sollen oder nicht; noch konkreter, ob Erzieher und Zöglinge, Eltern und Kinder, Badende und Spielende nackt oder in Schwimmgewändern vor einander erscheinen sollen, ob das Nacktsein zur Selbstverständlichkeit, werden soll. Wer die Selbstverständlichkeit des Nacktseins beim Baden, Spielen usw. bedingungslos anerkennt —  und eine bedingte Bejahung hat ihren Platz nur in den derzeit immer gehäufter auftretenden Vereinen für Nacktkultur — wer also nicht Inseln in der gesellschaftlichen Moral, sondern Allgemeinheit der Nackterziehung erstrebt, wird die Beziehung der Nacktheit zum übrigen Sexualleben prüfen und sich entscheiden müssen, ob auch die Konsequenzen solcher Bestrebungen — sehen wir zunächst von ihrer Durchführbarkeit ab — in der Richtung seiner Absichten liegen.

Die psychoanalytische Erfahrung lehrt, daß  Sexualunterdrückung krank, pervers oder lüstern macht. Erfahrungen über eine gegenteilige Erziehung liegen nicht vor. Aber versuchen wir, die Bedingungen und Folgen einer sexual bejahenden Erziehung zu erraten. Zeigt man dem Kinde gegenüber keine Scham hinsichtlich der Genitalien, so wird es zwar keine Schüchternheit und Lüsternheit produzieren, es wird aber sicher, nachdem seine sexuelle Neugierde befriedigt und daher herabgesetzt wurde, auch seine sexuelle Wißbegierde befriedigt haben wollen. Man wird ihm das schwer abschlagen können, denn sonst würde ein weit schwererer Konflikt gesetzt, und das Kind hätte weit mehr Mühe, zu verdrängen. Überdies bestünde die Gefahr der Perversion in höherem Maße. Man dürfte dann natürlich auch nichts gegen die Onanie einzuwenden haben — die man ja längst in der Analyse als harmlos erkannt hat — und dem Kinde könnte dann auch der Vorgang der Zeugung nicht unerklärt bleiben. Um die Forderung des Kindes, diesen Vorgang auch zu sehen, könnte man sich herumdrücken, wenn die Beziehungen so sind, daß man das Kind leiten kann. Das würde aber zweifellos bereits eine Einschränkung der Sexualbejahung bedeuten, denn was könnte man einem zynischen Sexualethiker erwidern, der nun fragte, warum denn das Kind den Geschlechtsverkehr nicht sehen sollte. Belauscht habe ihn ja fast jedes Kind, auch der bestsituierten Familie, wie die analytische Erfahrung behauptet, also warum nicht auch sehen dürfen? Und in besondere Verlegenheit könnte uns unser Sexualethiker versetzen, wenn ihm die Frage einfiele, was denn gegen das Mitansehen des Aktes vom Standpunkt des Kindes, das diesen Vorgang oft auf der Straße zwischen Hunden sich abspielen sehen kann, einzuwenden wäre, wenn man es folgerichtig auch darüber aufgeklärt hat. Wir müßten dann, hätten wir den Mut, ehrlich zu sein, bekennen, daß wir ein Argument dagegen nicht anzuführen wissen, es sei denn ein ethisches — was ja wieder die Position unseres Gegners der Nackterziehung stärken würde, oder wir brächten den Heroismus auf, zuzugeben, daß wir ja gar nicht im Interesse des Kindes, sondern in dem unseres Strebens nach ungestörter Lust handeln, wenn wir es nicht zusehen lassen wollen. So in die Enge getrieben, bliebe uns nur die Alternative, entweder uns wieder zur Sexualethik — die ja notwendigerweise immer sexualverneinend sein muß, weil eine sexualbejahende Ethik nicht prinzipiell aber de facto eine contradictio in adjecto ist — zu bekehren, oder aber an die heikelste aller Fragen, die nach der Stellung zum Geschlechtsverkehr, heranzutreten. Wenn wir uns aber dazu entschließen, müßten wir uns dessen vergewissern, daß die Staatsanwaltschaft nichts davon erfährt, die dann unweigerlich den Sittlichkeitsparagraphen in Anwendung brächte.

Wer nun behaupten will, daß wir übertreiben, den bitten wir, ein Stück weit noch mit uns zu gehen, um sich zu überzeugen, daß die Nackterziehung — sachlich und sinnvoll durchgeführt — vorläufig Erzieher und Zögling in den Kerker führt.

Nehmen wir, eine Konzession machend, an, wir hätten das Kind in unserem geschlechtlichen Interesse davon abgebracht, den Geschlechtsakt mitansehen zu wollen, so würden wir uns in unlösbare Widersprüche verwickeln und alles, was wir begonnen und mühselig erarbeitet haben, sofort über Bord werfen, wenn wir auf die unausweichliche Frage des Kindes, wann es dasselbe werde machen können, nicht eine strikte und der Wahrheit entsprechende Antwort gäben. Es hat ja erfahren, daß die Kinder im Leibe der Mutter wachsen, hat auch sehr gut verstanden, daß zu diesem Zwecke der Vater sein Lulu oder Wipfi in das Locherl der Mutter gesteckt hat. Und wenn die Eltern mutig waren, haben sie ihm auch mitgeteilt, daß das „gut ist”, so wie wenn es mit seinem Lulu spielt. (Man vergesse nicht, daß wir sinnvoll, das heißt konsequent, und nicht sinnlos handeln wollen, wenn wir aufklären!) Wenn es das aber weiß, dann werden wir es vielleicht nur für kurze Zeit aufs „Großsein” vertrösten können; kommt es in die Pubertät, treten geschlechtliche Erregungen, Erektionen, Samenergüsse, bzw. Menstruation auf, so wird es sicher den Wechsel einfordern, den man ihm in der Kindheit ausgestellt hat. Wollten wir dann hinauszuschieben trachten, so träte unser Sexualethiker, der uns unbedingt ad absurdum führen will und dem das sehr gut gelingt, auf mit der folgerichtigen Frage, die nur ironisch klingen würde, was wir denn gegen den Geschlechtsakt in der Zeit der Sexualreife einzuwenden hätten. Er wird sich mit gutem Recht darauf berufen, daß im Industrieproletariat, soweit es nicht von kirchlicher und bürgerlicher Moral durchdrungen ist, und in der Bauernschaft der Beginn des Geschlechtslebens mit der vollen Sexualreife, also etwa im 15. oder 16. Lebensjahr, zu den Selbstverständlichkeiten gehört. Wir werden uns zweifellos bei dem Gedanken, daß unsere Söhne und Töchter mit 15 oder 16 Jahren, vielleicht sogar schon früher, auf dem Recht ihres natürlichen Sexualverlangens beharren könnten, peinlich berührt fühlen und werden nach einigem Zögern der Verlegenheit nach Argumenten für eine nicht sehr aussichtsreiche Position suchen. Es wird uns etwa das Argument der „kulturellen Sublimierung einfallen: Askese in der Pubertät sei notwendig für die geistige Entwicklung. Man werde halt die Jugend (die bisher in zwangloser Körperlichkeit aufgewachsen ist!) vernünftig zu beeinflussen trachten, ihnen die Enthaltsamkeit „eine Zeitlang” in ihrem eigenen Interesse empfehlen. Unser boshafter und gut orientierter Sexualethiker wird aber zwei Argumente ins Feld führen, denen wir nicht mehr gewachsen sein werden. Erstens, das mit der Askese stimme nicht, denn es gäbe Sexuologen und Analytiker, die ernstlich behaupten, daß fast 100 Prozent aller Puberilen onanieren, und er könne den prinzipiellen Unterschied zwischen Sexualakt und Onanie nicht sehen. Im Gegenteil, die Onanie erledige nicht nur die sexuelle Spannung unter gewöhnlichen Bedingungen genau so wie der Sexualakt, sie sei sogar mit unendlich mehr Konflikten verknüpft als dieser, also sicher noch störender. Zweitens, — wird er im Anschluß daran mit Recht einwenden, — wenn die Behauptung über die Ubiquität der Onanie richtig sei, so könne auch die These von der Notwendigkeit der Askese für die geistige Entwicklung nicht stimmen. Er habe auch einen Analytiker behaupten gehört, daß nicht die Onanie, sondern im Gegenteil ihr Ausbleiben in der Kindheit und Pubertät ein schwer pathologisches Zeichen sei, und daß man noch nicht habe feststellen können, daß die asketisch lebenden Puberilen auf die Dauer auch die geistig regsameren wären, ja das Gegenteil hievon, so behaupten einige, sei wahr. Uns könnte bei dieser Gelegenheit sogar einfallen, daß Freud einmal die allgemeine geistige Inferiorität der Frauen auf ihre größere sexuelle Denkhemmung zurückgeführt und ebenso behauptet hat, daß das sexuelle Leben vorbildlich sei auch für die soziale Leistung. Den blitzartigen Gedanken, daß Freud geirrt haben könnte, werden wir aufgeben, wenn wir auf unsere analytische Praxis zurückblicken, die keinen Zweifel darüber läßt, daß nicht die befriedigte, sondern die unbefriedigte Sexualität die geistige Leistung stört.

Und auf die paar schlechten Gedichte, die bei Askese gelegentlich entstehen, kommt es doch nicht an.

Nunmehr intellektuell überzeugt, werden wir uns auf die Motive unserer haltlosen Argumentation besinnen und dabei allerlei interessante und für uns nicht sehr angenehme Tendenzen finden, Tendenzen, die zu unserer Überraschung gar nicht recht zu unseren Nackterziehungsbestrebungen passen wollen. Unser Argument von der geistigen Entwicklung wird sich als Rationalisierung einer unbewußten Scheu entpuppen, der Sexualität ihren natürlichen Lauf zu lassen. Das werden wir unserem Ethiker wohlweislich verschweigen, ihm aber aufrichtig die Nichtigkeit unserer Argumente zugeben und ein ernsteres vorbringen. Was soll denn mit den Kindern geschehen, die diesen ersten Verbindungen entstammen werden? Es bestehe doch keinerlei wirtschaftliche Möglichkeit, sie aufzuziehen. Verwundert wird unser Gegner fragen, warum wir denn nicht alle Schulkinder in der Pubertät über den Präventivverkehr aufklären wollen. Eine Vision des Kuppeleiparagraphen wird uns wieder auf den Boden der Wirklichkeit, der gesellschaftlichen Realität, stellen. Dabei wird uns noch allerhand einfallen, wie daß wir zum Beispiel mit unseren Bestrebungen der Nackterziehung, sexuellen Aufklärung — nicht über die Befruchtung der Blumen, sondern der Menschen! — und anderen schönen Dingen mehr, einen Stein nach dem anderen aus dem ganzen Gebäude der bürgerlichen Moral zu ziehen im Begriffe sind, daß dann das Ideal der unberührt in die Ehe tretenden Jungfrau ebenso seinen Halt verliert wie das der Dauermonogamie und mit diesem das der Ehe überhaupt. Denn daß Menschen, die eine ernstzunehmende, kompromißlose, wissenschaftlich fundierte, das heißt wahre Sexualerziehung genossen haben, sich dem Zwang der heute herrschenden Sitte und Moral fügen, wird kein Vernünftiger behaupten wollen.

Triumphierend wird unser Ethiker, der uns dorthin gebracht hat, wo er uns haben wollte, fragen, ob wir denn glauben, daß  sich irgendeine der Forderungen, die sich aus dem ersten ernsten Ansatz, der aufrichtigen Sexualerziehung, automatisch ergeben und innerhalb weniger Jahre ergeben werden, in der bestehenden Gesellschaft wird durchsetzen lassen, ja ob wir selbst uns Rechenschaft darüber gegeben haben, ob wir das alles auch für wünschenswert halten. Er wird wieder mit vollem Recht hinzufügen, er habe uns nur beweisen wollen, daß man alles lassen müsse wie bisher, die sexualverneinende Erziehung, die Sexualverdrängung, die Neurosen, die Perversionen, die Prostitution und die Geschlechtskrankheiten, wenn man, wie er von uns erwarte, die hohen Güter der Ehe, der Keuschheit, der Familie und die bürgerliche Gesellschaft unangetastet lassen will. Mancher Nacktheitsfanatiker wird darauf die Flucht ergreifen, und — er wird ehrlicher und bewußter handeln, rascher seinen wahren Standpunkt begriffen haben, als derjenige, welcher, um das Gefühl seiner Fortschrittlichkeit nicht zu verlieren, sich auf die Behauptung versteifen wird, das alles sei ja übertrieben, die Nackterziehung könne gar nicht solche Wirkungen haben, sie sei gar nicht so bedeutungsvoll. Jetzt fragen aber wir: Wozu dann überhaupt die Anstrengung?

Das einzelne Elternpaar wird die Erziehung seiner Kinder nach seinem Geschmacke und seiner Überzeugung einrichten können. Die Eltern werden sich dabei bewußt sein müssen, daß sie bei konsequenter, wissenschaftlich gegründeter Sexualerziehung auf vieles werden verzichten müssen, was sonst Eltern an ihren Kindern hoch einzuschätzen pflegen, etwa Anhänglichkeit an die Familie lange über die Pubertät hinaus, ein nach den heutigen Begriffen „anständiges” Sexualleben der Kinder, Einflußnahme auf die lebenswichtigen Entscheidungen, nach bürgerlichen Begriffen gute Verheiratung der Töchter und anderes mehr. Die wenigen Eltern, die ihrer Überzeugung nach handeln und erziehen werden, verschwinden völlig in der Masse, haben vor allem keinen gesellschaftlichen Einfluß. Sie werden aber auch daran denken müssen, daß sie ihre Kinder schweren Konflikten mit der bestehenden Gesellschaftsordnung und -moral aussetzen, wenn auch vielleicht neurotische Konflikte dadurch erspart werden. Wer aber, mit dieser Gesellschaft unzufrieden, glaubt, durch Wirkung in großem Maßstabe, etwa in Schulen, am Bestehenden rütteln zu können, wird bald zu spüren bekommen, daß ihm entweder durch Entzug seiner Existenzbedingungen oder durch weit schärfere Maßnahmen (Psychiatrie oder Kerker) die Möglichkeit genommen werden kann, mit uns darüber zu diskutieren, ob seine Methode, die Gesellschaft zu ändern, auch die passende ist. Wir brauchen hier keine Beweise dafür anzuführen, daß die Gesellschaftsschicht, die am Bestehen der gegenwärtigen Ordnung materiell interessiert ist, wohl solche reformerische Bestrebungen duldet, ja fördert, die unwichtige Spielereien sind, daß sie aber sofort brutal wird und die ihr reichlich zu Gebote stehenden Mittel der Verhinderung anwendet, sobald es sich um ernste Absichten handelt, am Bestand ihrer materiellen und der dazugehörigen ideellen Werte zu rütteln.

Die Nacktheitserziehung und mit ihr die gesamte Sexualerziehung sind meiner Überzeugung nach ungemein ernste und weit folgenschwerere Probleme, als die meisten Sexualreformer wähnen. Und eben deshalb geht es auf diesem Gebiete gar nicht vorwärts, trotz aller Erkenntnisse und Mittel, die uns die Freudsche Sexualforschung und Kinderpsychologie zur Verfügung gestellt hat. Wir haben mit einem machtvollen gesellschaftlichen Apparat zu kämpfen, der vorläufig passive Resistenz leistet und bei der ersten ernsten Bestrebung unsererseits zur aktiven Resistenz übergehen wird. Und alles Zögern und Vorsichtigsein, alle Unentschiedenheit und Neigung zu Kompromissen in Fragen der Sexualerziehung läßt sich nicht nur auf die eigenen Sexualverdrängungen, sondern unbeschadet der Ehrlichkeit der pädagogischen Bemühungen auf die Scheu zurückführen, mit dem bürgerlichen Staatsapparat in ernsten Konflikt zu geraten.

16. April 2012

Bodypainting-Festival in Tel Aviv: Hier wird nackte Haut zur Leinwand – Lifestyle – Bild.de

Wenn nackte Haut zum Kunstwerk wird, schauen wir gern hin – bei der „Internationalen Body Painting Show“ in Tel Aviv.

Bodypainting ist nicht einfach nur Körperbemalung – es ist Leidenschaft, Perfektion, Kunst. In Israel trafen sich jetzt Künstler der Szene, um lebende Leinwände fantasievoll zu verschönern.

Mehrere Stunden Arbeit stecken in den Bildern der Bodypainter. Und auch wenn die Models so gut wie nichts anhaben, bestätigen sie doch fast alle: sie fühlen sich nicht nackt.

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14. April 2012

FKK: Nackt durchs Museum | reisen.t-online.de

FKKler gibt es überall: Sie genießen das kleiderlose Dasein an eigenen Stränden und gehen auch gerne diversen Sportarten nackt nach. Reiten, Schwimmen, Radfahren – alles ist möglich. Und auch der Nacktwanderweg im Harz hat mittlerweile viele Anhänger gefunden. Und nun ist auch Kunst nackt zu bewundern.

Wer sich nicht immer nur nackte Menschen auf Bildern im Museum ansehen möchte, sondern beim Bewundern von Kunstwerken auch gerne selbst nackt sein will, kann dies Ende April in Sydney tatsächlich tun. Nach den offiziellen Öffnungszeiten bietet das “Museum of Contemporary Art” seinen Besuchern am 27., 28. und 29. April die Möglichkeit, unbekleidet durch das Museum zu schlendern und die Kunst auf den ganzen Körper wirken zu lassen.

viaFKK: Nackt durchs Museum.

13. April 2012

Natürlich nackt – FKK und Akt in der DDR

FKK war in der DDR etwas Selbstverständliches und zählt heute zur ostalgischen Erinnerung. An den FKK-Stränden und Zeltplätzen wurde all das gemacht, was Menschen im Urlaub machen – nur eben nackt. Dieser unbekümmerte Umgang mit der eigenen Nacktheit spiegelt sich in der FFK-Fotografie wie in der Aktfotografie wider.

Der Band zeigt Fotos, die Eberhard Garbe von 1975 bis 1989 an Stränden der Ostsee und rund um Halle (Saale) gemacht hat. Danaë Simmermacher beleuchtet in einem Essay die Nacktheit in Ost und West.

viaNatürlich nackt – FKK und Akt in der DDR.

12. April 2012

Aktmalerei in der Städtischen Kunstschule – Dorfinfo.de

Menden (Märkischer Kreis) Der menschliche Körper als ruhende Landschaft, oder als ausdruckstarke Komposition. Die Darstellung des nackten Menschen übte auf Künstler schon immer eine große Anziehungskraft aus. Kaum ein anderes Motiv bietet so viele Darstellungsmöglichkeiten und fordert so viel Beobachtung und Sensibilität, wie ein Mensch, der Modell steht. Gleichzeitig stellt der menschliche Körper die größtmögliche Herausforderung in der figürlichen Wiedergabe dar.

Im Workshop „Aktmalerei“ der Städtischen Kunstschule Menden am 21.04.2012, werden verschiedene Möglichkeiten vermittelt, den menschlichen Körper zu zeichnen.

viaAktmalerei in der Städtischen Kunstschule – Dorfinfo.de.

8. April 2012

Rees: “Nackte Kunst” als Werkschau | RP ONLINE

Die Aktion hatte beim Festival 2011 für viel Gesprächsstoff gesorgt. Fotograf Gerrit Starczewski hatte beim Open Air für sein “Naked Heart”-Projekt Besucher gesucht, die auf einer Wiese ein Herz mit ihren Körpern formten. Nackt. Denn das war schließlich der Titel der Aktion, die der Fotograf aus Mehrhoog auch schon bei anderen Festivals initiiert hatte.

Idee ist, diese Fotografien in einem eigenen Bildband zu veröffentlichen. “Dazu laufen die Gespräche, eventuell wird es da im Sommer etwas Konkretes geben”, sagt der Fotograf.

viaRees: “Nackte Kunst” als Werkschau | RP ONLINE.

6. April 2012

Künstlerblick aufs weibliche Gechlecht: Männer-Fantasien auf Leinwand | FTD.de

Frauen in der Kunst – das ist im Grunde eine recht überschaubare Sache. Man muss nur durch ein beliebiges Museum gehen, dann fallen einem gleich zwei Dinge auf: Fast alle Bilder sind von Männern. Und fast alle Nackten sind Frauen.

“Warum hat es keine großen Künstlerinnen gegeben?”, fragte die feministische Kunsthistorikerin Linda Nochlin in einem Essay von 1971. Ihre Antwort: Große Künstlerinnen konnte es ebenso wenig geben wie erfolgreiche Eskimo-Tennisspieler. Es fehlten einfach alle Voraussetzungen dafür. Frauen wurden lange Zeit nicht zur künstlerischen Ausbildung zugelassen. “Sie sind durch den Rost der Geschichte gefallen”, schreibt der österreichische Künstler Wolfgang Flatz.

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28. März 2012

Nacktes Abendmahl erhitzt Gemüter in Cloppenburg – NWZonline.de

Der Hintergrund: Ein Thema des Zentralabiturs ist für den Bereich Kunst Leonardo da Vincis Wandgemälde „Das letzte Abendmahl“. Dieses zeigt Jesus Christus im Kreise seiner Jünger. Die Schüler hatten nun die Aufgabe, das Werk entsprechend zu interpretieren – wie es schon etliche Künstler und Werbeprofis vor ihnen gemacht haben. Eine Schülerin des CAG setzte auf ihrem Bild statt der Jünger nackte Frauen an den Tisch. Es sind keine religiösen Symbole zu erkennen. Außerdem gibt es keine pornografischen oder blasphemischen Details.

viaNacktes Abendmahl erhitzt Gemüter in Cloppenburg – NWZonline.de.

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